Antifaschismus

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Gedenken an Ernst Thälmann

Am morgigen 18. August jährt sich zum 82. Mal die Ermordung Ernst Thälmanns. Der langjährige Vorsitzende der KPD wurde 1944 auf Hitlers Befehl in das KZ Buchenwald gebracht und dort erschossen. Zuvor hatten ihn die Faschisten seit seiner Verhaftung 1933 mehr als elf Jahre in Einzelhaft gehalten.

Von ffz
Gedenken an Ernst Thälmann
Daas Thälmann-Denkmal in Weimar (rf-foto)

Was Thälmann diese Jahre der Isolation, Verhöre und Folter durchstehen ließ, war seine tiefe Verbundenheit mit der Arbeiterklasse und seine kommunistische Überzeugung. Er blieb bei seinem klaren Klassenstandpunkt: Der Faschismus war für ihn nicht einfach das Werk einzelner Verbrecher, sondern musste an seinen gesellschaftlichen Wurzeln bekämpft werden. Sein proletarischer Antifaschismus verband den Kampf gegen Hitler und die Faschisten mit dem Kampf für die Befreiung der Arbeiterklasse vom Kapitalismus. Auch unter der jahrelangen Haft brach er mit dieser Überzeugung nicht.

 

Rund um den Jahrestag wird Thälmann auch 2026 an verschiedenen Orten Deutschlands gedacht. Gerade seine erhaltenen Denkmäler sind dafür wichtige Treffpunkte. Für Berlin am Ernst-Thälmann-Denkmal und für die Gedenkstätte Ziegenhals bei Königs Wusterhausen sind am kommenden Wochenende Kundgebungen angekündigt.

 

Unvergessen ist auch das antifaschistische Gedenken des Internationalistischen Bündnisses 2019 in Weimar. Es wurde gegen den Widerstand der Gedenkstättenleitung, der Thüringer Landesregierung und der Polizei durchgesetzt. Rund 700 bis 800 Menschen kamen schließlich am Thälmann-Denkmal zusammen. Die erzwungene Verlegung aus Buchenwald nach Weimar wurde später vom Verwaltungsgericht als rechtswidrig beurteilt.


Hier geht es zum Bericht über das Thälmann-Gedenken in Weimar