Er vermüllt den Weltraum
Elon Musk verwandelt den erdnahen Weltraum in eine tickende Zeitbombe
„Wenn es einen Dritten Weltkrieg gibt, wollen wir sicherstellen, dass an einem anderen Ort „Genügend Samen der menschlichen Zivilisation vorhanden sind“¹, verkündete Musk 2018. Seine Lösung: Der Aufbruch zu fernen Welten.
Doch die Realität sieht anders aus. Der nächstgelegene potenziell bewohnbare Planet, Proxima Centauri b, ist 40 Billionen Kilometer entfernt. Eine Reise dorthin würde mit heutiger Technik mindestens 7.000 Jahre dauern. Die Erde bleibt auf absehbare Zeit unser einziges Zuhause. Umso ironischer ist das Geschäft, das Musk zum reichsten Menschen der Erde gemacht hat: Starlink.
Fast 11.000 Satelliten sollen das globale Breitband-Internet sichern. Doch diese Hightech-Flotte hat ein bekanntes Verfallsdatum: Nach drei bis fünf Jahren bremst die Erdatmosphäre die Trabanten ab, sie stürzen ab und verglühen. Was nach einer sauberen Entsorgung klingt, ist ein Umweltverbrechen. Täglich verbrennen mehrere Tonnen Schrott in den oberen Atmosphärenschichten. Zurückbleiben Aluminiumoxidstaub, Ruß und Schwermetalle. Sie greifen die Ozonschicht an, heizen die Atmosphäre auf und drohen, Extremwetterlagen auf der Erde weiter anzuheizen.
Doch das Umweltrisiko ist nur die eine Seite der Medaille. Längst ist die Weltraum-Infrastruktur im Visier der Militärs. Mit der geheimen Konstellation Starshield hat SpaceX (ebenfalls Musk, Anm. d. Red.) einen Milliardenvertrag mit dem US-Militär abgeschlossen. Im Ernstfall erhöhen solche Satellitennetzwerke die militärische Kampfkraft² um das Fünf- bis Zehnfache. Das ist auch der eigentliche Grund, warum die Imperialisten à la EU, Russland, China, Großbritannien und Kanada solche Satellitenkonstellationen aufbauen.
Wie gefährlich diese Aufrüstung ist, zeigte sich im November 2021: Russland schoss testweise einen eigenen, inaktiven Spionagesatelliten mit einer Anti-Satelliten-Rakete ab. Das Ergebnis? Über 1.500 große Trümmerteile und Hunderte Kilometer feiner Splitterregen, die nun mit vielen Tausend Kilometern pro Stunde durch den Orbit rasen.
Auf diesen Bahnen hat selbst eine winzige Schraube die Durchschlagskraft einer Handgranate. Trifft sie einen anderen Satelliten, entsteht noch mehr Müll. Es droht das gefürchtete Kessler- Syndrom: Eine unaufhaltsame Kettenreaktion, die den erdnahen Raum in ein undurchdringliches Trümmerfeld verwandelt. Sollte der Weltraum zum Schauplatz eines Dritten Weltkrieges werden, beschleunigt es nicht nur massiv die globale Umweltkatastrophe, sondern sperrt die Menschheit für immer auf ihrem eigenen Planeten ein.