Kamerun

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Wir wollen den 200 ermordeten UPC-Kämpfern unsere Ehre erweisen

Diese Rede wurde von Monika Gärtner-Engel und Lisa Gärtner am 7. August am Monument für die 200 ermordeten UPC-Kämpfer in Edéa / Kamerun gehalten:

Als ICOR und Marxisten-Leninisten aus Deutschland und aus Europa wollen wir heute den 200 hier ermordeten UPC-Kämpfern unsere Ehre erweisen.

 

Wir gedenken aller Menschen, die vom französischen Kolonialsystem und Neokolonialismus ermordet wurden, weil sie für Freiheit, echte Unabhängigkeit, soziale Gleichheit und Sozialismus gekämpft haben.

Wir gedenken

  • Ruben um Nyobé,
  • Felix Roland Moumié
  • Ernest Ouandie
  • Osende Afana
  • Abel Kingue
  • sowie dem Vater des hier anwesenden Benoît, Genossen Bassemel
  • und vielen Führern der UPC, die unbeirrbar, unkorrumpierbar und aufrecht in der ersten Reihe des Kampfs um ein freies Kamerun standen.

 

Wir gedenken auch der Tausenden und Zehntausenden Opfer des deutschen Kolonialismus, der brutal ganze Dörfer dem Erdboden gleichmachte.

 

Er richtete Kämpfer wie Douala Manga Bell hin, der schon von Lenin erwähnt wurde in seiner Kritik an der Geringschätzung des antikolonialen Kampfes durch Rosa Luxemburg.

 

Ein weiteres Verbrechen der Imperialisten ist, dass sie die Geschichte umschreiben und systematisch vertuschen, was die Europäer für Verbrechen begangen haben.

 

Was von 1955 bis 1971 in Kamerun geschah, war ein Völkermord.

 

Es war einer der größten antikommunistisch motivierten Massenmorde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 500.000 Menschen, das waren 10 Prozent der kamerunischen Bevölkerung, fielen ihm zum Opfer.

 

Mit grausamen Methoden in KZ, dem Ertränken in Wasserfällen, der Folter, dem Köpfen von Führern und ihrem zur Schau stellen an den Kreuzungen der Hauptstraßen, Einsatz von Napalm, Folter und mehr wurde die ganze Bevölkerung terrorisiert.

 

Das alles ist europäischen Schulbüchern allenfalls einige bedauernde Sätze wert. Die faschistoide AfD in Deutschland fordert gar, diese Zeit der deutschen Geschichte endlich wieder zu würdigen.

 

Begründet wurde der Völkermord ausdrücklich mit einem Kampf gegen den "Terrorismus". Der Freiheitskampf wurde als eine „kommunistische Seuche“ bezeichnet.


Die Kämpfer der UPC waren aber keine Terroristen, sie waren Freiheitskämpfer, Bahnbrecher, Vordenker eines freien Afrika, sie standen in einer Reihe mit Kämpfern gegen den Imperialismus und für eine klassenlose Gesellschaft rund um den Globus!

 

Es zeigt letztlich nur die Schwäche der Kolonialherren, des Neokolonialismus und des Imperialismus, dass sie nur mit solchen Methoden ihre Macht verteidigen können.

 

Heute ist es eine Vielzahl von Imperialisten, die erneut einen Kampf um den Einfluss in Afrika führen. Sie kommen wieder mit Gewalt, aber sie kommen auch auf leisen Sohlen. Gegen beide müssen Wachsamkeit und entschlossener Widerstand gelten.

 

Bis heute haben sie sich in unlösbare Krisen verstrickt und sie werden nicht in der Lage sein, sie zu lösen.

 

Wir sind im Gegensatz dazu stolz, in der Tradition der Komintern und der deutschen Arbeiterbewegung zu stehen.

 

Die kommunistische Internationale hatte zur Bedingung für Parteien aus den Metropolen, dass sie nur Mitglied werden können, wenn sie die "Freiheitsbewegung in den Kolonien nicht nur mit Worten, sondern durch Taten zu unterstützen, die Verjagung ihrer eigenen Imperialisten aus diesen Kolonien zu fordern, in den Herzen der Arbeiter ihres Landes wirklich brüderliche Gefühle für die werktätige Bevölkerung der Kolonien und der unterdrückten Nationen zu wecken".

 

Die revolutionären Führer in Deutschland haben sich seit 1884 mit dem kamerunischen Widerstand solidarisiert und die Arbeiter in Deutschland darüber aufgeklärt. Die späteren Revisionisten, auch der KP Frankreichs, dagegen verrieten die Arbeiter und die breiten Massen Afrikas und gingen zum Chauvinismus über.

 

Der Wunsch nach Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung, nach Frieden und einem gleichberechtigten Zusammenleben der Völker, für den Wunsch, für den die hier begrabenen Führer der UPC gekämpft haben, trägt bis heute.

 

Der Kampf, den sie begonnen haben, ist Vorbild und Auftrag für uns heute.


Wir versprechen, ihre Geschichte in Europa bekannt zu machen, die Jugend Europas und die Kinder Afrikas in Europa darüber aufzuklären und ihren Heldenmut zum Vorbild zu nehmen.

 

Hoch die internationale Solidarität,


Proletarier aller Länder und Unterdrückte, vereinigt euch!


Kamerun baning!