Halle an der Saale
Von Tür zu Tür gegen den Faschismus
Frank Oettler aus Halle – Heide-Nord und der Landesvorsitzende der MLPD Elbe-Saale, Jörg Weidemann, freuen sich über gelungene Haustüreinsätze.
Es waren bereits 32 Grad im Schatten und es sollte noch heißer werden, als Freundinnen und Freunde, Genossinnen und Genossen aus Halle an der Saale und aus Leipzig einen Stand im Wohnkomplex (WK) 1 von Heide-Nord mit über 3000 Menschen, direkt in der Einkaufspassage aufbauten, und als sich vier Teams auf ihren Einsatz in den Häusern vorbereiteten.
Was uns die Woche zuvor im gesamten WK 2 so hervorragend gelang, begannen wir heute hier fortzusetzen, bis wir im ganzen Wohngebiet, in ganz Heide-Nord, an jeder Wohnungstür geklingelt haben. So werden wir weit über Tausend Gespräche mit unseren Nachbarinnen und Nachbarn führen und gemeinsam mit vielen von ihnen, unsere antifaschistische Nachbarschaftsinitiative (ANi) aufbauen.
Angesichts der wachsenden faschistischen Gefahr und der Suche vieler Menschen nach einer echten gesellschaftlichen Alternative ist das der nächste Schritt, um immer mehr Menschen von Religion bis Revolution, unabhängig von Nationalität und Hautfarbe, auf den gemeinsamen Nenner des antifaschistischen Kampfes zusammenzuschließen und immer mehr Fragen des Lebens gemeinsam zu klären, voneinander zu lernen und uns immer besser zu verstehen und zu vereinigen.
Heute haben wir wieder unsere antifaschistische Zeitung und einen Aufruf zur Teilnahme an der antifaschistischen Kundgebung und Demonstration am 29. August in der Landeshauptstadt Magdeburg verteilt. Wir von der MLPD Halle und Freunde werden uns an diesem Tag an der Demonstration von Widersetzen in unserer Stadt Halle beteiligen.
Von mehreren Dutzend Gesprächen heute, die vor allem an den Haustüren, aber auch am Stand geführt wurden, waren ca. 10 Prozent stark der AfD zugeneigt. Es gelang dem Krankenpfleger und MLPD-Landesvorsitzenden Jörg Weidemann in einem Haustürgespräch, die Denkweise einer Nachbarin von „Ich wähle die AfD" hin zu „Dann wähle ich wohl doch nicht die AfD" zu drehen, was derzeit hier bei uns seltener vorkommt. Die Polarisierung führt vor allem hier zu mehr AfD‑Gegnern, aber auch zu verbal aggressiveren AfD-Befürwortern. Am deutlichsten zu spüren ist zugleich das Interesse, sich mit Antifaschistinnen und Antifaschisten wie den Genossinnen und Genossen der MLPD zusammenzuschließen.
Das wurde auch heute wieder deutlich – und die große Dankbarkeit der Menschen darüber, dass wir das tun. Sie sagen so etwas immer wieder und es kommt ihnen von Herzen, tut allen Antifaschistinnen und Antifaschisten richtig gut. Es drängt auch bei einigen Gefühle zurück, die von Medien wie Bild, faschistischer NIUS u. a. vom angeblich unaufhaltsamen Vormarsch der faschistischen AfD verbreitet werden.
Die Trennungslinie zwischen den Nachbarn verläuft weder nach ihrer Nationalität, noch nach ihrer Hautfarbe oder der Tatsache, wer Arbeit hat und wer nicht. Sie verläuft zwischen den Klassen. Hier in unserem schönen Heide-Nord gehören fast alle zur Arbeiterklasse, zu den Ausgebeuteten und Unterdrückten. Die Idee, sich als Nachbarinnen und Nachbarn enger zusammenzuschließen, wird von immer mehr Menschen positiv aufgegriffen und als wohltuend verstanden.
Wir von der MLPD haben dafür die Initiative ergriffen. Packen wir es weiter energisch und vorwärtstreibend an. Dann schaffen wir zugleich immer bessere Voraussetzungen, faschistischer und Weltkriegsgefahr genau wie Ausbeutung, Unterdrückung und der weiteren mutwilligen Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur, dem ganzen Kapitalismus ein Ende zu setzen und im echten Sozialismus in Frieden und Freiheit miteinander zu leben.