Vereinigte Staaten von Amerika
USA – das Gespenst des Sozialismus geht um!
Die Welt befindet sich in einem vorrevolutionären Gärungsprozess. Das zeigt auch die Entwicklung in den USA immer deutlicher. Junge US-Amerikaner lassen sich vom Wort "Sozialismus" nicht mehr abschrecken. Bereits 2025 unterstützten die 18- bis 29-jährigen Amerikaner laut der Harvard-Youth-Umfrage nur noch zu 39 Prozent den Kapitalismus. 2020 waren es noch 45 Prozent. Ein Drittel der Demokraten und der demokratisch gesinnten Wähler bezeichnet sich laut Umfragen inzwischen als "demokratische Sozialisten“. ¹
Die US-Amerikaner verlieren zunehmend ihr Vertrauen in die Parteien und deren Politiker. Es trifft nicht nur den faschistischen Präsidenten und den Kongress. Auch die Medien und die Gerichte und ihre Rechtsprechung sind überall im Land von diesem Vertrauensverlust betroffen. In den Vorwahlen zu den Midterms sind junge linke Politiker der Demokraten erfolgreich und schicken langjährige Amtsinhaber in den Vorruhestand.
Trump macht auch aufgrund dieser Entwicklung panisch Stimmung gegen die "hardcore, gottlosen Kommunisten", und sowieso sei "Kommunismus für Verlierer". Das Wort "Sozialismus" verliert gerade deshalb auch in den USA seine antikommunistische Warnfunktion.
Das gewachsene Ansehen des Sozialismus ist ein Ausdruck einer gewachsenen Suche nach einer gesellschaftlichen Alternative in Einheit mit der Kritik an der faschistischen Politik Trumps. Schon der 1. Mai war mit einer Rekord-Beteiligung für die USA etwas Neues. Trump musste seine ICE-Truppen aufgrund eines aktiven Widerstands der Bevölkerung aus Minnesota abziehen. Die Proteste gegen den Völkermord in Gaza und Palästina lassen sich auch mit Unterdrückung nicht unterbinden.
Selbst wenn sie noch mit vielen reformistischen Illusionen verbunden ist, ist eine fortschrittliche Bewegung unübersehbar und unüberhörbar. Auch Keime einer sozialistischen Jugendbewegung sind sichtbar. Es ist deshalb wichtig, fortschrittliche, revolutionäre und marxistisch-leninistische Organisationen in den USA zu stärken und zu unterstützen!
Die Polarisierung in den USA geht bis hinein in die zwei bisher herrschenden Parteien. Um den Faschisten Trump zu überwinden und mit dem immer weiter umgebauten faschistischen Staatsapparat fertig zu werden, braucht es aber mehr als eine Wahl linker Politiker. Es braucht revolutionäre Parteien, die in der Lage sind, die heutigen Anforderungen an das Bewusstsein und an die Kompliziertheit im Kampf um die Denkweise zu meistern.
Und es braucht eine stärker wachsende Bewegung "Gib Antikommunismus keine Chance!"
Nächste Höhepunkte sind die Kundgebung am 17. August 2026 zum Anlass des 70. Jahrestags des KPD-Verbots um 18 Uhr in Düsseldorf, Hermannsplatz, in der Nähe der ehemaligen KPD-Zentrale (Ackerstraße) und die Diskussionsveranstaltung am 23. August in der Zeit von 10 Uhr bis 14 Uhr in Gelsenkirchen, Schmalhorststraße 1a; Eintritt: 4/2 Euro! Auf diesem Flyer zu den Veranstaltungen sind alle Kerninformationen zusammengefasst.