Ein Großteil der Miete fließt in die Dividende

Ein Großteil der Miete fließt in die Dividende

Superprofite von Vonovia – zu Lasten der Mieter

Vonovia, Deutschlands größter privater Wohnungskonzern, hat 2025 erneut gezeigt, wie das Geschäft mit dem Wohnen funktioniert: Die Mieterinnen und Mieter zahlen, die Aktionäre kassieren.

Zuschrift aus Herne

Der Konzern besaß Ende 2025 530.979 eigene Mietwohnungen. Darauf hat er folgende Gewinne gemacht:

  • Bilanzieller Konzerngewinn: 4,19 Milliarden Euro. Das sind rund 657 Euro pro Wohnung und Monat (inkl. Buchgewinne aus der Aufwertung der Immobilien).
  • Operativer Gewinn: 2,8 Milliarden Euro. Das sind rund 440 Euro pro Wohnung und Monat.
  • Bereinigter Gewinn für die Aktionäre: 1,54 Milliarden Euro. Das sind rund 242 Euro pro Wohnung und Monat.

 

Von diesen Gewinnen wurden 1,06 Milliarden Euro als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Das entspricht rund 166 Euro pro Wohnung und Monat, die direkt an die Kapitaleigner fließen. Zum Vergleich: Die Mieter von Vonovia kämpfen mit steigenden Mieten, Modernisierungsumlagen und Instandhaltungsstau. Dagegen streicht der Konzern pro Wohnung monatlich bis zu Hunderte Euro Gewinn ein. Auch das ist Ausbeutung.


Und auch diese Art der Ausbeutung ist im heutigen Kapitalismus systemimmanent. Wenn man dem Übel an die Wurzel gehen will, geht es nicht darum, einzelne Unternehmen zu verstaatlichen.


Friedrich Engels, der Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus, brachte es auf den Punkt: „Der moderne Staat, was auch seine Form, ist eine wesentlich kapitalistische Maschine, Staat der Kapitalisten, der ideelle Gesamtkapitalist. Je mehr Produktivkräfte er in sein Eigentum übernimmt, desto mehr wird er wirklicher Gesamtkapitalist, desto mehr Staatsbürger beutet er aus.“¹


Man muss den Kapitalismus revolutionär überwinden und echt sozialistische Verhältnisse erkämpfen.