Gegen das Ausbeutersystem Kapitalismus
Profit aus Bildung: Investoren kaufen Schulgebäude
Die Kommunen sind bekanntlich pleite. Die Schulen sind marode, für die Renovierung fehlt das Geld. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Urbanistik beläuft sich der Investitionsbedarf bei Schulgebäuden inzwischen auf 67,8 Milliarden Euro.
Der gesunde Menschenverstand sagt: Dafür muss der Staat doch aufkommen. Wenn die Kommunen das nicht zahlen können, dann die Länder oder der Bund. Wenn Geld fehlt, müssten die Reichsten halt zur Kasse gebeten werden. Nicht so im Kapitalismus. Der Investitionsstau wird hier einfach umgedeutet.
Die Frankfurter Rundschau titelt "Milliarden-Markt Schule: Warum Investoren jetzt auf Bildungsimmobilien setzen". Private Investoren, man könnte auch Kapitalisten sagen, haben Dollarscheine in den Augen. Sie kaufen Schulgebäude, renovieren sie und vermieten sie dann zurück an die Kommunen. Lange Mietverträge von 15, 20 oder 30 Jahren. Kopplung der Mieten an die Inflation. Die Investoren sind begeistert und erwarten "berechenbaren Cashflow" - also garantierte Spitzenprofite.
Wie ein Krebsgeschwür wuchert die Profitlogik im Kapitalismus in jede Pore der Gesellschaft. Die Kommunen sind pleite, weil die Kapitalisten fast keine Steuern mehr zahlen, aber maximale Subventionen erwarten. Die Kapitalisten wiederum haben so viele Profite angehäuft, dass sie gar nicht mehr wissen, wo sie maximalprofitbringend anlegen sollen. Man kann ja die Produktion z. B. von Autos nicht einfach immer weiter ausdehnen.
Statt also irgendwelche Probleme zu lösen, drängen sie in alle Lebensbereiche und verschärfen die Probleme noch weiter. Wenn künftig Milliarden an Steuergeldern in die Bildung fließen, sacken sich auch davon einen großen Teil die Kapitalisten ein. Dieses Ausbeutersystem muss revolutionär überwunden werden.