Leserbrief zum Thema „KI in der Kultur"
Ich finde die Kontra-Seite deutlich überzeugender
Zur Diskussion um KI in der Kultur erreichte die Redaktion der folgende Artikel:
Ich fand den Artikel mit der Pro-und-Kontra-Positionierung zum Thema „KI in der Kultur“ sehr interessant. Mir gefällt dieses Format als eine Methode, um ein neues Thema zu beleuchten und einzuordnen. Dabei ist es dem Leser überlassen, auf welcher Seite dieser sich dann am Ende stellt. So ein Format regt Diskussionen an.
In der Pro-Seite, sagt die Person, dass sie KI nutzt, um diese bei Musikprojekten „sinnvoll“ zu unterstützen. Wieso setzt sich diese Person nicht mit anderen Kunstschaffenden zusammen und tauscht mit diesen ihre Ideen aus? Die Kultur ist für die Gemeinschaft, also kann sie doch auch mit der Gemeinschaft entstehen. Somit werden verschiedene Perspektiven auch direkt ausgetauscht und man schafft Bindungen.
Auch finde ich die Formulierung, dass durch KI die Kulturarbeit „vielfältiger und zugänglicher“ wird, sehr schwierig. Vielfältig wird sie durch andere Menschen, und nicht durch eine Maschine, die rät, was du hören willst, und im Wesentlichen ein „Ja-Sager“ ist. Zugänglich ist Kulturarbeit an sich immer für jeden. Man kann selbst mit Kopierpapier und einem Stift einprägsame Werke schaffen (Beispiel: der Comic „Maus“).
Insgesamt finde ich, was den Inhalt angeht, die Kontra-Seite deutlich überzeugender. Bei Kultur geht es nicht um Quantität, sondern um Qualität.
Beim Zeichnen ist für mich nicht nur das Ergebnis wichtig, sondern auch der Prozess. Der Prozess an sich macht Spaß. Etwas zu erarbeiten, sei es ein neues Medium oder eine neue Technik, ist viel interessanter und hilfreicher, wenn ich es mir selber erarbeite. So entwickle ich meine Fähigkeiten weiter und nicht, indem jemand oder etwas diese Schritte für mich übernimmt.
Viele Grüße