Waldbrände Belgien / Deutschland

Waldbrände Belgien / Deutschland

Feuer im Hohen Venn bedroht Monschau - Entwarnung in Hürtgenwald

Während im Hürtgenwald langsam Entwarnung gegeben werden kann, kämpfen nur wenige Kilometer weiter westlich Hunderte Einsatzkräfte gegen einen noch viel gewaltigeren Brand. Im belgischen Hohen Venn waren am Sonntagvormittag bereits rund 3000 Hektar Naturfläche vom Feuer betroffen. Damit hat der Brand eine etwa zehnmal so große Fläche erfasst wie der verheerende Waldbrand im Hürtgenwald, der mit rund 300 Hektar als größter Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens gilt. Auch für Belgien handelt es sich um den größten jemals registrierten Waldbrand. Seit Freitag frisst sich das Feuer durch das ausgedehnte Natur- und Moorgebiet des Hohen Venns.

Von ffz
Feuer im Hohen Venn bedroht Monschau - Entwarnung in Hürtgenwald
In der ökologisch so wichtigen Moorlandschaft des Hohen Venn wütet aktuell ein Waldbrand (foto: Steffen Heinz Caronna (CC BY-SA 3.0))

Einsatzkräfte kämpfen bis zur Erschöpfung

Was Feuerwehrleute, Katastrophenschützer, Landwirte und viele weitere Helfer leisten, verdient höchste Anerkennung. Mehr als 250 Einsatzkräfte waren allein auf belgischer Seite im Einsatz, darunter auch deutsche Feuerwehrleute. Weitere Unterstützung kam aus mehreren europäischen Ländern. Dieser grenzüberschreitende, solidarische Einsatz zeigt: Wenn Menschen gemeinsam handeln, organisieren und alle verfügbaren Kräfte mobilisieren, können selbst solche Katastrophen eingedämmt werden. Ein schlagender Beweis für die proletarische Denkweise. Bislang konnten die Einsatzkräfte verhindern, dass Häuser den Flammen zum Opfer fallen. Rund 600 Menschen mussten auf belgischer Seite vorsorglich ihre Wohnungen verlassen.

 

Die Feuerfront hatte sich bis auf wenige Kilometer an die deutsche Grenze und die Stadt Monschau herangearbeitet. Dort wurden ebenfalls umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Tausende Menschen sollten sich zeitweise auf eine mögliche Evakuierung einstellen, einige Bewohner wurden wegen der starken Rauchbelastung aufgefordert, ihre Häuser vorübergehend zu verlassen. Am Sonntagvormittag entspannte sich die Lage etwas: Seit der Nacht bewegte sich die Feuerfront zunächst nicht weiter in Richtung Monschau.

 

Erleichterung dagegen im Hürtgenwald: Die rund 1.800 bis 2.000 Bewohnerinnen und Bewohner des Ortsteils Gey, die seit Freitag evakuiert waren, konnten am Samstagabend wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Der größte Waldbrand der NRW-Geschichte ist inzwischen unter Kontrolle. Mega-Waldbrände sind keine zufällige Häufung Die Ereignisse im Hohen Venn und im Hürtgenwald stehen nicht isoliert. Solche Brände entwickeln eine Dimension, Geschwindigkeit und Intensität, die ihre Bekämpfung immer schwieriger macht.

 

Das ist eine Entwicklung, die Stefan Engel, Monika Gärtner-Engel und Gabi Fechtner in ihrem Buch „Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ unter anderem ab Seite 101 untersuchen: Mega-Waldbrände treten in einer neuen Qualität auf und werden zu einer Erscheinungsform der fortschreitenden globalen Umweltkatastrophe. Der heldenhafte Kampf der Einsatzkräfte kann die unmittelbare Gefahr bannen und Menschen, Tiere, Wälder und Ortschaften schützen. Um aber zu verhindern, dass solche Katastrophen immer häufiger und immer zerstörerischer werden, müssen auch ihre tieferliegenden gesellschaftlichen Ursachen bekämpft und im Kampf für den echten Sozialismus müssen wirksame Maßnahmen gegen die fortschreitende globale Umweltkatastrophe durchgesetzt werden.

 

Hier kann das Buch „Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ gekauft werden