Antifaschismus / Frauen
Esslingen: AfD – mit scheinbar mitfühlenden Worten knallhart gegen Frauenrechte
Für einen Marsch „Für das Leben“ in Berlin am 19. September wirbt zurzeit die AfD Esslingen mit dem AfD-Gemeinderat Stephan Köthe. Er will, dass Frauen sich gegen Abtreibung entscheiden, egal wie sehr die Not sie dazu zwingt.
Als in Russland die Revolution gegen die Diktatur des Zaren gesiegt hatte, war eines der ersten Gesetze der sozialistischen Regierung die Aufhebung des Verbots der Abtreibung – zur Entlastung von Millionen Frauen, die bisher wegen Abtreibung drastisch bestraft wurden oder bei unsachgemäßer Behandlung zu Krankheit oder sogar Tod verurteilt waren.
In der ganzen Welt fand dieses Gesetz größte Zustimmung unter Millionen von Frauen und Männern.
Jetzt ruft die AfD mit scheinbar mitfühlenden Worten – die Frauen sollen „sich gestärkt und frei entscheiden können“ – für den § 218 auf. Gestärkt durch solche Worte? Freiheit unter den Vorgaben der AfD. Als könnten und vor allem sollten Frauen nicht selbst über sich entscheiden!
Das macht den modernen Faschismus aus: Er beruft sich auf Freiheit und meint das Gegenteil: die faschistische Ideologie und Politik der Unterordnung der Frauen, ihrer Beschränkung auf Heim und Herd und ihrer angeblichen Bestimmung zur Geburt von Kindern. Dafür will Köthe zusammen mit der ganzen AfD-Ortsgruppe Esslingen am 19. September nach Berlin fahren.
In aller Welt gehen Frauen geharnischt und voller Selbstvertrauen gegen diesen Paragrafen und gegen faschistische Unterdrückung und Bevormundung von Frauen auf die Straße. Wer AfD wählt, wählt Faschismus und reaktionärste Frauenpolitik! Dagegen werden viele Frauen auch am 19. September in Berlin auftreten.