UPML / Frankreich
Zornige Feuerwehrleute im landesweiten Streik
„Man soll uns nicht Helden nennen, um den Verfall des Zivilschutzes zu verschleiern.“ Alle neun Gewerkschaften der Feuerwehr- und Rettungsdienste kündigen für heute - Donnerstag, 13. August - einen landesweiten Streik an.
Sie erheben drei vorrangige Forderungen: eine nachhaltige Finanzierung, Neueinstellungen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit bei den zunehmenden Einsätzen. Das verdient volle Unterstützung.
In den letzten Jahren wurden in der zivilen Sicherheit Budgets zurückgefahren und Stellen gestrichen. Mehrere Feuerwehrleute kamen in den letzten Wochen bei den Löscharbeiten ums Leben, über 140 erlitten Rauchvergiftungen, sie arbeiten bis zur Erschöpfung. Aufruf und Videos der Feuerwehrleute sind zornig: „Eines muss klar sein, wir wollen keine neuen Kommissionen oder Pläne (von Staatsseite) sondern konkrete Maßnahmen und zwar jetzt! ... Da es in Frankreich nicht möglich ist, von unseren Behörden irgendetwas zu erreichen, ohne einen Konflikt zu provozieren, wird der 13. August Startschuss für alle Aktionen sein, die dazu führen werden, unseren Beruf in Würde auszuüben und die Sicherheit aller deutlich zu erhöhen.“
Leider verliert die Aktion kein Wort über die Ursache und die Verursacher der zunehmenden Feuersbrünste, die sich im Kapitalismus rasch entwickelnde Klimakatastrophe. Mit den zu Ende gehenden Sommerferien und den 2027 anstehenden Präsidentschaftswahlen wird sich die Debatte beleben und die Marxisten-Leninisten werden dazu beitragen, auch die längerfristigen, lebensnotwendigen und gesellschaftsverändernden Kämpfe zu diskutieren und zu führen.