Hitzewelle

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Verheerende Waldbrände: Gedanken eines Försters aus Frankreich

Die UPML, ICOR-Mitgliedsorganisation aus Frankreich, schreibt an die Rote-Fahne-Redaktion:

Korrespondenz der Union Prolétarienne Marxiste-Léniniste (UPML)
Verheerende Waldbrände: Gedanken eines Försters aus Frankreich

Die globale Erwärmung wirkt sich auf den gesamten Planeten aus.In Europa gibt es bereits die vierte Hitzewelle mit neuen Temperatur- und Dürre-Rekorden, die zum spürbaren Absterben bestimmter Baumarten, beispielsweise Fichten in Frankreich, Deutschland und Polen, hinzukommen.


Heute sind die Brände in Frankreich zwar eingedämmt, doch haben sie etwa 120.000 ha Wald und hunderte von Wohnhäusern an verschiedenen Orten des Landes zerstört (Landes und Gironde, Wald von Fontainebleau bei Paris, Var, Hautes-Alpes); die Trockenzeit ist noch nicht vorbei.


Zwei Drittel der Wälder Frankreichs befinden sich in Privatbesitz, der Rest verteilt sich auf staatliche und kommunale Wälder. Unabhängig vom Eigentümer und von dem Ziel der Bewirtschaftung ist das Bewusstsein für die zunehmenden Risiken sehr unzureichend, und trotz staatlich finanzierter Versuche mit weniger brennbaren Beständen herrscht weiterhin Routine.


In der Gironde und in den Landes ereigneten sich die verheerendsten Waldbrände. Das war bereits Ende der 1940er-Jahre mit mehr als 80 Toten bei einem einzigen Brand so. Die künstlich angelegten Wälder aus dem 19. Jahrhundert, der Zeit des Zweiten Kaiserreichs, befinden sich überwiegend in Privatbesitz und sichern den Eigentümern und großen Genossenschaften erhebliche Einnahmen: Harzgewinnung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Grubenpfähle, Bauholz, Karton, Zellstoff. Warum also sollte man trotz der Risiken die Bewirtschaftung ändern, die auf der Monokultur der Seekiefer basiert – einer leicht mechanisierbaren und regenerierbaren, aber sehr leicht entflammbaren Baumart? (…)

 

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Die Umweltkatastrophe steht kurz vor ihrem Wendepunkt; der Kapitalismus kann keines der grundlegenden Probleme lösen, mit denen die Menschheit heute konfrontiert ist. Lasst uns gegen die Zerstörung der Umwelt und der Menschen kämpfen! Nur die proletarische Revolution durch die bewusste Planung der Beziehungen zwischen Mensch und Natur kann unsere Zerstörung aufhalten.