Hitze in Rumänien
Sprengungen in der Donau für Atomkraft
Neben der seit Wochen andauernden Regierungskrise in Rumänien schafft die Hitzewelle neue Krisen. Die Donau hat deshalb Niedrigwasser und das Atomkraftwerk bei Cernavoda an der Donau hat nicht genügend Kühlwasser.
Jetzt wurde der Zufluss des Seitenarms mittels Sprengung verengt, damit mehr Kühlwasser zu Verfügung steht. Große Verbraucher wie Ford und Dacia haben die Produktion eingestellt. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Strom zu sparen. Aber bei 40 Grad ist man gezwungen, die Wohnräume zu kühlen, natürlich mit Strom.
Es wurde versäumt, Windkraft und Solarstrom im größeren Umfang zu installieren. Das hat zur Folge, dass man teuren Strom importieren muss, und so rollt die nächste Preiswelle auf die Bevölkerung zu, wobei die Inflation sich schon in Richtung 10 Prozent bewegt.
Eine politische Krise, eine Umweltkrise, eine ökonomische Krise – siehe den Streik im Gesundheitswesen – wie lange lassen sich die Menschen in Rumänien das gefallen?