Pressemeldung

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Montagsdemo Saarbrücken: "So tief ist die Kluft zwischen Bevölkerung und Monopolparteien"

Bei 36 Grad fiel uns die heutige Montagsdemo nicht leicht, manche mussten zuhause bleiben – und dennoch hörten sich vor allem viele junge Leute die Beiträge am offenen Mikro an.

So tief ist die Kluft zwischen Bevölkerung und Monopolparteien: Was wir als Horrorkatalog des Sozialkahlschlags bezeichneten, ist für die Regierung ein ‚Gesamtkunstwerk'. „Es gibt nicht zu wenig Wohnraum absolut – es gibt zu wenig bezahlbaren Wohnraum, mit dem Reichtum wächst die Armut hier!", leitete jemand die lange Liste an Missständen und Angriffen ein, die heute zusammenkam.

 

Es blieb aber nicht beim Erörtern der Krisen. „Der Wind hat sich gedreht. Der Kanzler wankt. Fortschrittliche, solidarische Gefühle und Taten bekommen die Oberhand. Die queere Community hat sich nicht instrumentalisieren lassen durch den faschistischen Angriff auf den CSD Berlin mit Dobrinths prompt folgender Hetze und der Ankündigung weiteren Abbaus demokratischer Rechte. Und was gerade am deutlichsten rauskommt: Die Belegschaften haben den Slogan der VW/Audi/Porsche-Kollegen vom 8. Juli „Mitbestimmung durch Streik! Keine Kriminalisierung von Arbeiterkämpfen!" verstanden und zum Anlass genommen, selbständig vorwärts zu gehen, Kämpfe zu planen ...

 

Die Saarbahnfahrer*innen bekamen einen großen und lauten Applaus für ihren konsequenten Streik von der ganzen Montagsdemo. Es ist aber klar: Sie brauchen die Unterstützung durch die Bevölkerung. „Wie sollen denn wir anderen Beschäftigten Mut fassen, wenn da nichts organisiert wird, Besuche, Sammlungen usw.?", - so eine durchaus selbstkritische Kritik. Die Montagsdemo mobilisierte auch zum Antikriegstag am 01. September: „Kundgebung auf dem Otto-Hemmer-Platz in Völklingen, anschließend Demonstration des Aktionsbündnisses zum antifaschistischen Mahnmal zur Kranzniederlegung des DGB. Besorgt Euch die Flyer!"(...)

 

Hier die Pressemitteilung der Saarbrücker Montagsdemo komplett