Christopher Street Day

Christopher Street Day

Messbar mehr Zulauf auch zu örtlichen und regionalen CSDs

Deutlich mehr Menschen als in den vergangenen Jahren sind in Braunschweig, Nürnberg und Essen auf die Straße gegangen.

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Messbar mehr Zulauf auch zu örtlichen und regionalen CSDs

Nach dem islamisch-faschistischen Anschlag auf den CSD Berlin hatte bereits der Hamburger CSD mit 300 000 Menschen die größte Beteiligung seit seinem bestehen gemeldet. Mit 20 000 Menschen verzeichnete auch der Christopher Street Day in Nürnberg einen Rekord.

Solidarität gegen zunehmende Hetze, Bedrohungen und Angriffe

Lesben, Schule, Bisexuelle und Transsexuelle sehen sich im Alltag und auch bei ihren Kundgebungen zusehends schärferer Diskriminierung und Bedrohung konfrontiert. Die Verfolgung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität Ruft auch Solidarität hervor: Ein nennenswerter Teil der Menschen, die sich an den CSDs beteiligen, gehören selbst nicht zu den diskriminierten Gruppen, wollen aber in dieser Situation an ihrer Seite stehen. Björn Waldmann vom Orga-Team des Braunschweiger CSD sagte der Nachrichtenagentur epd, der CSD sei "wieder politischer als in den Vorjahren".

 

Der Anstieg bei der Teilnahme ist dabei sowohl auf den Anschlag in Berlin zurück zu führen, die Politisierung der Kundgebung hat aber auch den Hintergrund des zunehmender Hetze und Gewalt aus der rechten Szene, getragen von vor allen Dingen der AfD. Die Gefahr des Faschismus ist eine unmittelbare Bedrohung für Menschen der LGBT-Bewegung.

Fundamentalistische Christen und Faschisten gegen CSD Remscheid

Und das darf der Anschlag auch nicht verdecken: Die meisten dieser Hetzer stammen aus der rechten Szene, teils mit christlichem Hintergrund. Am kommenden Sonntag wird im bergischen Remscheid der CSD stattfinden. Dort hat die christlich-fundamentalistische Gruppe „Im Namen des Herrn“ einen Gegenprotest unter dem Motto „Gegen die Indoktrinierung unserer Gesellschaft“ angemeldet – mit dabei werden auch die faschistische AfD und die offen faschistische „PRO Remscheid“ sein.