Powerwoche der MLPD in Sachsen-Anhalt
Magdeburg: "Was wollte denn die Polizei von Dir?"
"Was wollte denn die Polizei von Dir?", fragt mich meine Nachbarin. Am 28. Juli hatte die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund einen Infostand auf dem Thiemplatz in Magdeburg-Buckau, kam aber nicht zu Wort. 40 Anwohnerinnen und Anwohner waren da und protestierten lautstark. Zu mir kam die Polizei, ich soll nicht ganz Buckau beschallen und meine Lautsprecherbox leiser drehen. Na gut, ich habe symbolisch an den Knöpfchen gedreht. Es waren viele Nachbarinnen und Nachbarn da, das fand meine Nachbarin gut, denn das gibt auch ein Gefühl des Zusammenhalts.
Was passiert nach der Wahl, wenn die AfD in die Regierung kommt? Das beschäftigt sie und viele Beschäftigte in den Behörden. Manche haben Ängste, manche passen sich an. Andere machen sich gerade und sind dagegen. Ich berichte von unserer Aktion in der Innenstadt mit den Fußball-Fans. Wir verteilen überall Flyer der MLPD und von anderen antifaschistischen Gruppen. Mit einigen Anhängern der AfD kommen wir in ernsthafte und längere Gespräche. Es wird viel diskutiert; sie berichtet das aus den Kleingärten.
In den letzten Tagen kommen wir ganz anders ins Gespräch mit Anhängern und Wahlkandidaten der SPD, mit Grünen und von der Partei Die Linke. Bei allen politischen Unterschieden wachsen auch der gegenseitige Respekt und das Bedürfnis nach Zusammenarbeit. Bei jeder Aktion der MLPD gibt es Leute, die sich bei uns bedanken oder ihre Adresse geben. Wir wollen flächendeckend arbeiten. Das geht nur, wenn alle antifaschistischen Kräfte ihre Kräfte bündeln. Widersetzen plant ebenfalls Aktionswochen: vom 7. August bis 11. August in Halle an der Saale und vom 12. bis 18. August in Magdeburg.
Die Genossinnen und Genossen, Freundinnen und Freunde von der MLPD und vom Jugendverband REBELL laden wir ein, sich zu beteiligen und nach Sachsen-Anhalt zu kommen. Auch wenn Ihr nur zwei Tage Zeit habt, ist das eine Hilfe. Wir haben verschiedene Aktionsformen: Infostände und Betriebseinsätze, Flyer verteilen in Briefkästen und Gespräche an den Haustüren. Je nach Uhrzeit und den verschiedenen Möglichkeiten. Natürlich müssen wir das koordinieren und die Übernachtung klären. Also meldet euch bei der MLPD Magdeburg. Wir freuen uns über jede und jeden, der kommt. Ein Schwerpunkt wird auch die Woche vom 24. bis 29. August sein. Am 29. August planen MLPD und Internationalistisches Bündnis eine Demonstration in Magdeburg. Am 6. September ist die Wahl, und wir wollen die AfD stoppen. Alle zusammen gegen den Faschismus!