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IG Metall: Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg

Am 24. und 25. Juli fand die 4. Gewerkschaftskonferenz für den Frieden mit rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Präsenz statt. Es bestand auch die Möglichkeit zur Online-Teilnahme.

Korrespondenz aus Schweinfurt
IG Metall: Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg
Bild von der Veranstaltung (rf-foto)

Alle hauptamtlichen Vertreter der IG Metall (Norbert Zirnsak, Olrike Eifler – Würzburg, Klaus Zwickel, Jürgen Peters, beide ehem. Vorsitzende) und Bernd Riexinger (Rosa-Luxemburg-Stiftung) hoben die Verantwortung der Gewerkschaften für Frieden und internationale Verständigung hervor. Deutlich wurde  Wolfgang Däubler, der die Aufrüstung als Auswirkung des Kapitalismus brandmarkte und die Umverteilung zu den Konzernen herausstellte. 


Seine Kennzeichnung als „Klassenkampf von oben“ wurde immer wieder in Beiträgen aufgegriffen. Die Verbindung zu den „Reformen“ der Sozialkassen von der Regierung wurde gezogen und die Auswirkungen bis in die Kommunen aufgezeigt.


Kollegen aus der Automobilindustrie bezogen sich auf die Resolution aus Untertürkheim gegen die Umstellung auf Kriegswirtschaft und forderten: „Was wir brauchen, sind politische Massenstreiks – wie sie z. B. in Frankreich, Italien und Belgien durchgeführt werden.“ Die Losung der MLPD „Mitbestimmung durch Streik!“ war da goldrichtig. Zwar verbunden mit einigen Illusionen zum Streikrecht und zum Staat (Verstaatlichung), aber es gab eine breite Diskussionsbereitschaft und die Forderung nach dem Sozialismus war immer wieder Thema. Unser Stand vom Internationalistischen Bündnis war selbstverständlicher Bestandteil der Konferenz.


Der Versuch eines SPD-Vertreters, die Zustimmung zum „Sondervermögen“ (Kriegskredite) mit „Zustimmung, um den Sozialabbau zu verhindern“ zu rechtfertigen, sorgte für Gelächter und Zwischenrufe. Auch wenn er, wie er selbst herausstellte, dagegen gestimmt hatte. 

 

Es bestand ein breites Bedürfnis, an den Aktionstagen am 26. September und 3. Oktober teilzunehmen und breit zu mobilisieren. Von der Jugend wurde der bundesweite Schulstreik am 25. September beworben und zur Unterstützung aufgefordert. Die Ablehnung der Wehrdienstpflicht durch die Gewerkschaftsjugend zeigt die Möglichkeit und Wichtigkeit der Zusammenarbeit als einheitliche Jugendbewegung mit sozialistischer Perspektive.