Flughafen Leipzig / Halle
Fragwürdiger „Drohnenanschlag“ in Leipzig
Am Flughafen Leipzig / Halle wurde in der Nacht zum 5. August eine Drohne mit Sprengsatz nahe ukrainischer Antonow-Maschinen gefunden. Der Zünder war defekt.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) reiste sofort an, unterbrach seinen Urlaub und erklärte umgehend, es handle sich um eine „neue Gefahrenqualität“. Er forderte schärfere Maßnahmen und den Ausbau der Drohnenabwehr. Gleichzeitig ließ er durchblicken, man wisse bereits ziemlich genau, worum es gehe – ohne konkrete Beweise vorzulegen. „Fremde Mächte“ seien möglich, hieß es – jeder weiß, dass er Russland meint. Er sprach von „professioneller Technik“ und einem „hohen Maß an Technikerfahrung“ – dabei ist das meiste unklar!
Die offizielle Story bleibt dünn: Ein Busfahrer eines mit Touristen besetzten Busses soll die Drohne um Mitternacht herum entdeckt oder sogar „vom Himmel geholt“ haben. Der Sprengsatz ähnelte nach Berichten der Zeit¹ eher einer selbstgebauten Konstruktion als einem industriellen Militärprodukt: „so groß wie eine Konservendose“, „nicht industriell hergestellt“, „eher von kriminellen Banden oder Bastlern“.
Die Optionen
- False Flag oder Inszenierung? Maximaler politischer Nutzen bei minimalem realem Schaden: defekter Zünder, symbolträchtiger Ort neben ukrainischen Maschinen, sofortige politische Verwertung. Genau das liefert die Rechtfertigung für den drastischen Ausbau der Drohnenarmee, den Drohneneinsatz im Inland, den Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten und die Panikmache. Dass man nicht alles glauben sollte, was am Tag danach in der Tagesschau gesagt wird, hat sich nicht zuletzt, aber sehr deutlich an dem Nordstream Anschlag gezeigt. Damals hatte es auch geheißen, Russland sei verantwortlich, nun aber wissen wir, dass die Täter beim ukrainischen Geheimdienst zu suchen waren.
- Echter Angriff? Wenn der Vorfall real ist, zeigt er: Deutschland wird immer mehr de facto Kriegspartei im Ukrainekrieg. Leipzig – und besonders die dort stationierte Antonow-Flotte (rund sechs An-124, die im NATO-SALIS-Programm schwere Militärtransporte abwickeln) – dient als wichtige Logistikdrehscheibe für militärische Lieferungen auch in Richtung Ukraine.
Auffallend ist, dass die bürgerlichen Medien kaum kritische Fragen aufwerfen. Und wer unterstützt dort die logische Forderung, dass man die Kriegslieferungen aus Leipzig beenden muss, besonders in die Ukraine und nach Israel?
Der DHL-Kollege und Ver.di-Vertrauensmann Christopher T. hatte genau auf solche Lieferungen hingewiesen und wurde dafür fristlos entlassen. Erst vor wenigen Wochen gewann er vor dem Arbeitsgericht gegen die Kündigung. Ein Vorbild!