Imperialismus
Der Ukrainekrieg zielt immer mehr auf Terrorisierung der Bevölkerung
Russland kommt trotz anhaltender Angriffe nur in kleinen, kostspieligen Schritten voran, ohne operativ bedeutsame Durchbrüche. Die Ukraine ihrerseits hält die Linien weitgehend und führt lokal Gegenstöße, ohne jedoch selbst größere Offensiven zu starten. Umso stärker verlagert sich der Krieg in die Tiefe beider Länder.
Der Krieg wird zunehmend zu einem Krieg gegen die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur beider Seiten. Es geht um eine völkerrechtswidrige systematische Belastung, Einschüchterung bis zur Ermordung der Menschen – mit Bomben, Raketen und vor allem Drohnen. Auch wenn die unmittelbaren menschlichen Folgen auf ukrainischer Seite klar schwerer sind – beide Seiten tragen Verantwortung.
Russlands massive Schläge auf Städte und Alltag
Russland setzt weiterhin auf großangelegte kombinierte Angriffe mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und hunderten von Drohnen. Mittlerweile haben diese Angriffe die ukrainische Luftabwehr ausgezehrt - wie das ukrainische Militär selbst einräumte, ist es nicht mehr in der Lage, insbesondere ballistische Raketen abzufangen, da die dafür benötigten, deutlich teureren und komplexeren Abwehrraketen nicht mehr in der benötigten Menge zur Verfügung stehen.
Ziel sind regelmäßig ukrainische Städte wie Kiew, Dnipro, Charkiw oder Sumy. Wohngebäude, Märkte, Bahnhöfe und Energieanlagen werden getroffen. Die Zahlen der UN-Menschenrechtsmission sprechen eine klare Sprache: Im ersten Halbjahr 2026 starben in der Ukraine 1396 Zivilisten, über 7900 wurden verletzt – ein deutlicher Anstieg. Auch gezielte Angriffe auf Einzelpersonen, Bauern und Händler, sollen sich mehren. Heute wurde die Evakuierung der nahe der Front gelegenen Stadt Kramatorsk angeordnet.
Ukrainische Gegenschläge: Der Krieg kommt nach Russland
Die Ukraine antwortet mit immer längeren und häufigeren Drohnenangriffen tief in russisches Territorium. Ölraffinerien, Energieanlagen, Militärbasen und Logistikzentren stehen im Fokus. Treibstoffknappheit und Produktionsausfälle nehmen zu. Auch hier sterben Zivilisten – in Grenzregionen und bei Angriffen auf Ziele im Hinterland.
Auffällig ist die Kampagne gegen Wildberries, Russlands größten Online-Händler. Seit Mitte Juli 2026 wurden Dutzende Lager und Logistikzentren getroffen, viele davon schwer beschädigt oder zerstört. Arbeiter kamen ums Leben oder wurden verletzt. Tausende kleine Händler verloren Waren und Existenzen.
Während Putin von „Entnazifizierung“ als angeblichem Kriegsziel spricht, rechtfertigt sich Selenskyj damit, dass es im Krieg nur einen „Aggressor und ein Opfer“ gebe. Beides ist verlogen in einem von beiden Seiten ungerechten Krieg: Es geht um Terrorisierung der Bevölkerung!
Die Bilder von zerstörten Wohnhäusern oder brennenden Warenhäusern sind kein Kollateralschaden, sondern Teil der Strategie. Die Bundesregierung regt sich gegenüber dem Faschisten Putin auf. So sagte Merz: „Putin ist ein Kriegsverbrecher.“ Aber es kommt kein Wort der Kritik am ultrareaktionären bis faschistischen Selenskyj-Regime. Ein typischer Fall von Doppelmoral.