81 Jahre Hiroshima und Nagasaki

81 Jahre Hiroshima und Nagasaki

Atomaren Wahnsinn stoppen: Gemeinsam gegen die atomare Bedrohung!

Vor 81 Jahren warfen die US-Imperialisten am 6. August die erste Uran-Atombombe auf Hiroshima und am 9. August 1945 zündeten sie eine Plutonium-Bombe über Nagasaki. Seit der Zeit gedenken friedliebende Menschen der grauenvollen Zerstörung, der über 200.000 Toten und dem qualvollen Leid der verletzten und verstrahlten Menschen in Japan. Eine weltweite Bewegung gegen Atomwaffen entwickelte sich.

Von dr
Atomaren Wahnsinn stoppen: Gemeinsam gegen die atomare Bedrohung!
Die US-amerikanische Atombombe "Redwing-Dakota" explodiert im Rahmen eines Tests auf dem Bikini-Atoll (foto: gemeinfrei)

Auch menschenverachtende Atomtests töten Zehntausende

Nach dem Zweiten Weltkrieg detonierten über 2000 Atomwaffen zur Erforschung und Weiterentwicklung dieser Waffentechnologie. 500 Explosionen waren oberirdisch. Sie verursachten tiefgreifende menschliche und ökologische Schäden. Bis heute leiden die Betroffenen und Nachfolgegenerationen unter den Folgen und diesem nuklearen Erbe. Allein die USA zündeten in Nevada und auf den Marshallinseln von 1945 bis 1958 Gesamtsprengstoff, der 20 Jahre täglich einer Hiroshimabombe entspricht. Das National Cancer Institute rechnete mit 49.000 Schilddrüsenkrebsfällen, 22.000 zusätzlichen Krebserkrankungen und 11.000 krebsbedingten Toten. Mit rassistischer Verunglimpfung verweigerten die USA der Bevölkerung der Marshallinseln eine Entschuldigung, die medizinische Versorgung der Strahlenopfer und eine angemessene Entschädigung. Doch ihr Kampf darum geht weiter, auch in Verbindung mit der globalen Umweltkatastrophe, die den Untergang der Inseln bedeutet.¹

Der atomare Wahnsinn eskaliert

Die neun Atommächte gaben laut den Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e. V. (IPPNW) im Jahr 2025 knapp 119 Milliarden US-Dollar oder 3.768 Dollar pro Sekunde für den Ausbau und die Modernisierung ihrer Nuklearwaffen aus.²

 

Mit der Weltkriegsvorbereitung der Imperialisten und dem enorm gewachsenen Potenzial an Atomwaffen, autonomer Waffen und KI wächst die Gefahr eines Atomkriegs. Führende imperialistische Staaten gehen von der brandgefährlichen Strategie eines führbaren Atomkrieges aus. Von weltweit 12.200 Atomwaffen sind etwa 1.800 in ständiger Alarmbereitschaft. Sie können der Menschheit innerhalb weniger Minuten ein Ende bereiten. Das Verbot aller ABC-Waffen, wie es die MLPD und viele friedfertige Menschen auf der Welt fordern, wird immer dringender.

Bundesregierung schielt nach Atomwaffen

81 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki wird der Nukleare Nichtverbreitungsvertrag (NPT) immer mehr gebrochen. Fast 100 Staaten haben den Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) unterzeichnet, Deutschland nicht. Stattdessen zündelt die Bundesregierung an der Lunte. Im März 2026 kündigte der französische Präsident Emmanuel Macron die Aufstockung des französischen Atomarsenals an sowie gemeinsame Atomwaffenübungen mit Deutschland im Herbst. Für die aggressiven Pläne des deutschen Imperialismus, Militärmacht Nummer 1 in Europa zu werden, reicht offensichtlich die nukleare Teilhabe im Rahmen der NATO nicht, sondern er strebt nach einer stärkeren Einbindung in die französischen Nuklearpläne. Auch die Maske der friedlichen Nutzung der Atomenergie fällt, wenn die Firma URENCO, an der RWE und E.on / PreußenElektra beteiligt sind, Brennstoff für britische Atom-U-Boote herstellt. Die Atomfabriken in Gronau und Lingen sind längst „kriegstüchtig“. Sie müssen sofort stillgelegt werden.

"Wir wollen nicht für eure Profite sterben“!

… skandierten Tausende Demonstrantinnen und Demonstranten gegen die Pläne zur Wehrpflicht. „Wir“ müssen „uns“ verteidigen, wenn Russland „uns“ angreift. Jedes imperialistische Land behauptet, seine Kriegstreiberei sei nur zur „Verteidigung“. So greift Israel seine Nachbarn nur zur „Verteidigung“ an, analog Indien und Pakistan. Das ist Trump schon ehrlicher: „Ich will das Öl!“ Mit der Unterstützung des völkerrechtswidrigen Angriffs auf den Iran und des Völkermords in Gaza zeigt Bundeskanzler Merz, worum es ihm geht: um imperialistische Politik. Die gigantische Aufrüstung, Umstellung der Wirtschaft und des Gesundheitswesens auf Kriegskurs ist keine Friedenssicherung. „Abschreckung“ ist die Logik von Kriegstreibern! Weitreichende Erstschlagwaffen werden für die Bundeswehr beschafft. Sie sind gegen Russland gerichtet und machen Deutschland zum bevorzugten Angriffsziel. Das machen „wir“, das Volk, nicht mit!

Aktiver Widerstand gegen den Atomtod!

Man kann nichts machen, hört man. Doch, man kann als ersten Schritt laut „Nein“ sagen, wie am Jahrestag in der Schwesterstadt von Hiroshima, Hannover, oder in anderen noch viel zu wenigen Städten. Am 17. Oktober gibt es Proteste in Büchel gegen das NATO-Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“. Die revolutionäre Weltorganisation ICOR ruft alle Jahre zu den internationalen Kampftagen gegen Faschismus und Krieg auf. Diese Tage verbinden das weltweite Gedenken an historische Verbrechen des Imperialismus mit dem aktiven Kampf gegen aktuelle Kriegsgefahren und Faschismus. Faschismus und Krieg wirken wie gegenseitige Brandbeschleuniger. Ohne Faschismus könnte man Kriege wie jetzt gegen den Iran oder in Gaza gar nicht führen, denn da gibt es keine Hemmschwelle mehr. Historischer Bezugspunkt ist der 8. Mai, der Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus und des Sieges im Jahr 1945. Weiterhin der 1. September, weltweiter Antikriegstag und Jahrestag des Überfalls auf Polen durch Hitlerdeutschland 1939. Der 6. August ist als Hiroshima-Tag ebenso ein ICOR-Kampftag, besonders in Asien. Diese Tage werden traditionell in vielen Städten, auch dieses Jahr, von verschiedenen Bündnissen begangen, an denen die MLPD und der REBELL aktiv mitarbeiten. Eine gute Gelegenheit mitzumachen!

 

Die Friedensbewegung darf sich keine falschen Hoffnungen auf Verhandlungen machen, wie sie im Rahmen der Überprüfungskonferenz des Atomwaffenverbotsvertrags vom 30. November bis zum 4. Dezember in New York zu erwarten sind. Imperialisten sind bereit, die Welt in Schutt und Asche zu legen, auch mit Atomwaffen, um im imperialistischen Konkurrenzkampf ihre Macht zu erhalten oder auszubauen. Wer Frieden will, muss mithelfen, die Ursache für imperialistische Kriege abzuschaffen: die imperialistische Weltordnung.