Halle an der Saale
Am Vormittag des 4. August im Wohngebiet Heide-Nord, am Abend bei den Kolleginnen und Kollegen in Schkeuditz
Insgesamt war die Zustimmung gegen die AfD bei den Einsätzen im Rahmen der Powerwoche Sachsen-Anhalt der MLPD zur Landtagswahl noch stärker spürbar.
Immer noch gehen am Stand mehr als die Hälfte vorbei. Die andere, etwas kleinere "Hälfte" ist aufgeschlossener und hat gewachsenen Rede- und Informationsbedarf. Gut, dass neben den antifaschistischen Flyern auch REBELL-Magazine, Rote Fahne Magazine, Parteiprogramme der MLPD und weitere Literatur an unserem Stand waren. Nicht zu vergessen: die Spendendose.
Am 4. August waren wir in den Häusern. Pro Stunde hat dort ein Zweiertrupp dreieinhalb Gespräche führen können. 70 Prozent stimmten uns zu. Nur einzelne der anderen 30 Prozent outeten sich als AfD-Wähler und wollten nicht mit uns sprechen.
Die sozialen Fragen, Miete und heruntergekommene Häuser, aber auch die Angst vor zunehmender Kriminalität spielten oft mindestens eine so große Rolle wie die Angst vor Krieg, Faschismus und den Folgen der globalen Umweltkatastrophe.
Hauseinsätze sind nicht nur sehr zielbringend, sondern können auch viel Spaß und Freude machen. Hier erlebt man am häufigsten, wie sich Menschen regelrecht verschwestern und verbrüdern können, die sich erst vor einigen Minuten begegnet sind. Wer da noch Hemmungen hat, dem würden wir gern helfen, sie zu überwinden. Wir freuen uns auch weiterhin über jede Unterstützung in unserem wunderschönen Heide-Nord in Halle an der Saale.
Gestern Abend dann bei den Kolleginnen und Kollegen vor dem DHL-Hub in Schkeuditz: Viele antifaschistische Flyer, diesmal die von Daniel Wiegenstein, MLPD geschriebenen, kamen zum Einsatz. Sie sind am verständlichsten und es besteht keinerlei Verwechslungsgefahr wie bei den blau-weißen Flyern von Revision 26. Und das ist wichtig.
So wurden die Worte „keine Stimme“ manchmal als „eine Stimme“ für die AfD missverstanden, und dann hast Du fast immer Entrüstung und Ablehnung zu spüren bekommen. "Faschistische AfD" oder "Arbeiterfeinde AfD" machte das Verteilen und ins Gespräch kommen bedeutend leichter. Auch hier gab es sie, die Bekenner zur AfD, einzelne und mit teils frechem Auftreten.
Jedoch ist die Gruppe, die antifaschistisch eingestellt ist und die Offenheit für die echte Alternative, die des Sozialismus, zeigt, größer und wächst. Sie ist spürbar größer unter den Arbeiterinnen und Arbeitern dieses Großbetriebes, wie auch in unseren Wohngebieten. So gab es auch Bedarf am Rote Fahne Magazin der MLPD und ihrem Programm, welches wir auch bei uns hatten. Und es ist wichtig, im Gespräch und im Kontakt zu bleiben. Einige versprachen, die Flyer weiterzugeben und mit anderen Kolleginnen und Kollegen sowie Freundinnen und Freunden in diesem Sinne zu sprechen.