Nachgeprüft
AfD Sachsen-Anhalt verspricht bezahlbare Energie und bezahlbares Leben. Von wegen!
Die AfD Sachsen-Anhalt will in ihrem "Regierungsprogramm" zu den Landtagswahlen im September 2026 einer ominösen "Klimaindustrie" den Geldhahn zudrehen.
Mit ihrem verschwörungstheoretischen Geschwurbel meint sie die Umweltbewegung, die Umweltforschung und auch die meisten anderen Parteien. Ihre "Klimaideologie" würde Energie unbezahlbar machen.
Okay, und was empfiehlt die AfD, damit wieder Milch und Honig fließen? Sie will den Bau von Windrädern stoppen und das Akzeptanz-Gesetz aufheben. Damit will diese angeblich so "bürgernahe" Partei die gesetzlich festgeschriebene finanzielle Beteiligung von Kommunen oder Grundstückseignern, oft Landwirten, an den Erlösen aus den Windkraftanlagen streichen! So spart man Staatsgelder- bei den Bürgern! Laut Akzeptanzgesetz erhält ein Landwirt pro Jahr unabhängig vom Stromertrag 15.000 bis 25.000 €. Das kann sich plus Umsatzbeteiligung auf 20.000 bis 35.000 Euro pro Jahr summieren. Auch Bürgerschaftsparks profitieren von den Anlagen.
Mittlerweile bezieht das Bundesland Sachsen-Anhalt mehr als 60 Prozent seiner Energie aus regenerativen Quellen. Bis 2027 sind 1,8 Prozent der Landesfläche, bis 2032 2,2 Prozent für Windkraft vorgesehen. Von einer breit angelegten Umwelt- und Landschaftszerstörung, wie die AfD behauptet, kann keine Rede sein. Und was will die AfD stattdessen, wenn diese "Windmühlen der Schande" abgerissen werden, wie Alice Weidel hysterisch dem AfD-Parteitag in Riesa im Januar 2025 zugerufen hat?
Importöl, Importgas, Importkohle, unter anderem durch Aufhebung der Russland-Sanktionen. Das wäre nicht nur umweltpolitischer Irrsinn. Die AfD fordert die massive Nutzung jener Energieträger (inklusive Kernkraft), die in den letzten Jahren enorm verteuert wurden. Das ist Verarsche zum Wohle der Energie- und Ölkonzerne!