USA / Automobilindustrie
Wenn die Bosse Trauer tragen – Milliarden-Subventionen für VW und BMW in den USA
Vor wenigen Tagen wurde Lindsey Graham, ein reaktionärer republikanischer US-Senator in den USA, beerdigt. Er war am 11. Juli verstorben.
Große Trauer bei seinen fragwürdigen Freunden: darunter der faschistische US-Präsident Donald Trump und dessen Fize J. D. Vance, der ukrainische Präsident Wolodymr Selenskyi, NATO-Generalsekretär Mark Rutte oder der für den Genozid an den Palästinenserinnen und Palästinensern verantwortliche israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Doch nicht nur Kriegstreiber und Faschisten, auch die deutschen Auto-Monopole VW und BMW dürften Graham schmerzlich vermissen.
So war er laut Handelsblatt¹ maßgeblich daran beteiligt, im Staat South Carolina Fördermilliarden in die Kassen der Autoindustrie zu spülen. „Dass BMW und VW große Werke im strukturschwachen Süden der USA hochgezogen haben, ist auch Hunderten Millionen Dollar an Unterstützung zu verdanken“, heißt es in dem Artikel. Auf Deutsch: Rücksichtslose Umverteilung zugunsten der Monopole auf dem Rücken der Arbeiter und breiten Massen ist ein internationales Phänomen – ein Grund mehr, sie international gemeinsam zu bekämpfen, statt sich von den Imperialisten gegeneinander ausspielen zu lassen.
BMW und VW dürften besorgt sein, wenn der künftige Gouverneur Alan Wilson einen aggressiveren Kurs zugunsten US-amerikanischer Autohersteller verfolgen will. Denn: „Zusammengerechnet hat der Bundesstaat allein BMW und dem Volkswagen-Konzern mindestens 1,6, Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, wie Zahlen der Transparenzorganisation Good Jobs First zeigen: rund 1,3 Milliarden Dollar für den Bau des Scout-Werks der VW-Tochter und gut 350 Millionen für BMW. Die Summe dürfte tatsächlich höher sein … Steuererleichterungen lassen sich gar nicht einsehen.“
Wir können also davon ausgehen, dass die BMW- und VW-Vorstände uns gegenüber bald nicht nur die Lage in China, sondern auch in den USA beweinen werden – und die Autobelegschaften für ihren Maximalprofit drum noch stärker bluten lassen wollen. Das ganze Ausbeutersystem muss weg – keine Träne für den Kapitalismus.