Bonn
Streik bei Haribo-Stammwerk
Im Rahmen des Tarifkampfs in der Süßwarenindustrie hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Beschäftigten beim Gummibärchen-Hersteller Haribo vor fünf Tagen zum Warnstreik aufgerufen.
Nach Angaben der NGG-Sprecherin Sarah Richter beteiligte sich die Hälfte der Frühschicht am Streik. Bei der Spätschicht sei der Anteil noch deutlich höher gewesen. NGG berichtet von mehreren 100 Beteiligten.
Nach Firmenangaben hatte Haribo versucht, mit Streikbrechern die Produktion aufrechtzuerhalten. Die Produktion von Fruchtgummi und Lakritz sei allerdings nur schleppend gelaufen. Vor dem Werkstor versammelten sich etwa 90 Kolleginnen und Kollegen.
Am Standort sind etwa 600 Menschen beschäftigt. Der Warnstreik lief 18 Stunden. Der bisherige Tarifvertrag lief Ende April dieses Jahres aus. Die Gewerkschaft fordert ein Lohnplus von 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Süßigkeitenmonopole bieten bisher einen Tarifvertrag mit 24 Monaten Laufzeit, bei dem es in zwei Schritten um jeweils 2 Prozent nach oben gehen soll.