Betriebsversammlung gestern

Betriebsversammlung gestern

Porsche will weitere 5000 Arbeitsplätze vernichten

Kurz vor den Sommerferien machte der Porsche-Vorstand auf der gestrigen Betriebsversammlung offiziell bekannt, was schon einige Tage in den Medien herumgeisterte:

Von wb

Bis zum Jahr 2035 sollen nochmals 5000 Arbeitsplätze im Stammwerk Stuttgart und im Entwicklungszentrum Weissach vernichtet werden. "Dies geschieht vor allem über natürliche Fluktuation, demografische Effekte, Erweiterung des Sonderprogramms Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge" – so Porsche.  Was soll daran „sozialverträglich“ sein, wenn jeder dritte Arbeitsplatz der deutschen Porschestandorte weg ist?

 

Weiter sollen die Jahressonderzahlung, zukünftige Tariferhöhungen, sowie der übertarifliche Anteil des Weihnachtsgeldes von 45 auf fünf Prozent gekürzt werden; ebenso Taktzeiten und Erholzeitpausen. Ein Generalangriff auf die Belegschaft!

 

Dass es auf der Betriebsversammlung relativ ruhig zuging, hat vor allem mit der Verlängerung der Beschäftigungssicherung bis Ende 2035 zu tun. Damit will der Vorstand die Kolleginnen und Kollegen beruhigen und vom Kampf um jeden Arbeitsplatz und um ihre Löhne und sozialen Rechte abhalten. Deshalb sprach der neue Porsche-Chef Michael Leitner davon, dass das Verhandlungsergebnis mit dem Betriebsrat „gut für Porsche“ sei. 

 

Doch die vernichteten Arbeitsplätze fehlen vor allem der Jugend, für die wir Verantwortung haben. Und der VW-Vorstand hat Ende 2024 mit der Kündigung der Beschäftigungssicherung deutlich gemacht, was diese wert ist, wenn es hart auf hart kommt.

 

Deshalb können sich die Kollegen auch nicht die Bewertung von IG-Metall- und Betriebsratsführung zu eigen machen, die das Ergebnis als „wichtigen Schritt zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten“ bezeichnen. Es gilt jetzt, die Sommerferienzeit zu nutzen, um in den Abteilungen und unter den IG Metall-Vertrauensleuten zu diskutieren, dass sie nur mit einem selbständigen Streik mitbestimmen können. Bei der Vorbereitung und Organisierung können sie auf die MLPD und die Solidarität in der Bevölkerung zählen.