Lektüretipp

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MLPD qualifizierte Extremhitze im Ergänzungsband zum "Katastrophenalarm ..." als tödliche Gefahr

Im Jahr 2023 gab die MLPD einen Ergänzungsband zum Revolutionären Weg 35 ("Der Klassenkampf und der Kampf um die Einheit von Mensch und Natur") heraus. Autor und Autorinnen sind Stefan Engel, Monika Gärtner-Engel und Gabi Fechtner.

Von gis
MLPD qualifizierte Extremhitze im Ergänzungsband zum "Katastrophenalarm ..." als tödliche Gefahr

2024 erschien dann der Gesamtband aus RW 35 und Ergänzungsband unter dem Titel "Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?"

 

Die MLPD hat seit den 1980er-Jahren die Umweltfrage kontinuierlich analysiert. Sie ging dabei von den Lehren von Marx und Engels aus und zog Schlussfolgerungen für den proletarischen Klassenkampf und den Parteiaufbau. Die Umweltfrage ist heute zu einer der brennendsten Menschheitsfragen geworden, für die das imperialistische Weltsystem keinerlei Lösungen hat. Im Gegenteil! Die ca. 2023 begonnene globale Umweltkatastrophe schreitet - mitbedingt durch Kriege und Faschismus - dramatisch voran. Hitzewellen in Europa fingen dieses Jahr im Mai an und es folgt eine nach der anderen. In Frankreich ist die Atlantikküste von Bordeaux bis Biarritz eine Feuerhölle. Insgesamt mussten in Spanien und Frankreich schon 300.000 Menschen evakuiert werden. "Nebenbei" wird dann noch bekannt, dass der französische Staat nach den Brandkatastrophen in den letzten Jahren die Feuerwehren in der Region konsequent abgerüstet hat.

Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen

469 Seiten

29 €

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Das Umweltbewusstsein unter den breiten Massen belebt sich unter diesen Eindrücken spürbar. Mithilfe der Analysen und Schlussfolgerungen des genannten Buchs der MLPD tragen wir dazu bei, dass es sich weiter festigt und länderübergreifend der gesellschaftsverändernde Umweltkampf vorankommt. Entweder stirbt der Kapitalismus oder Mutter Erde!

 

Im Kapitel "Extremhitze und -kälte als unmittelbare Bedrohung des menschlichen Lebens" (Seite 400 ff) wird dargelegt, dass extreme Hitzewellen laut eines Berichts der UN und des Roten Kreuzes von 2022 bereits in wenigen Jahrzehnten ganze Regionen der Erde wie die Sahelzone, das Horn von Afrika sowie Süd- und Südwestasien unbewohnbar machen.

 

"Es gibt eine Kaskade physiologischer Veränderungen. Irgendwann lässt sich das nicht mehr kompensieren. Der Körper versagt." So wird in dem Buchkapitel Lewis Hasley zitiert, Umweltphysiologe in London, der in einer Studie 2023 dargelegt hat, dass Temperaturen von 40 bis 50 Grad ein Limit für den ruhenden Menschen sind. Von Arbeiten in überhitzten Fabrikhallen und für Wasser anstehen in Krisenregionen der Welt noch ganz zu schweigen. Zehntausende Hitzetote gibt es schon jetzt auch in Europa, Alte, Kranke, ganz kleine Kinder hauptsächlich. In bürgerlichen Medien wurde diese Entwicklung bisher weitgehend verschwiegen.

 

Ab Seite 403 folgt das Kapitel über die ungezügelte Ausbreitung von Waldbränden.

 

Beide Kapitel lohnen die Lektüre - gerade jetzt.