Pflege wird zum Luxusgut
Milliardengeschäft Altenpflege
Der Pflegesektor ist längst ein Milliardengeschäft. Der globale Markt wächst 2026 rasant auf geschätzte 57,78 Milliarden US-Dollar. Private-Equity-Investoren und große Ketten dominieren die Branche. Während Konzerne hohe Renditen einfahren, explodieren die Kosten für Pflegebedürftige und machen Pflege zunehmend zum Luxusgut.
Marktdynamik und Investoren
Die Altenpflege hat sich zu einem hochprofitablen Markt für Konzerne und Finanzinvestoren gewandelt. Der globale Markt für Altenpflege wird im Jahr 2026 auf 57,78 Milliarden US-Dollar geschätzt. Private-Equity-Investoren treiben ein lukratives Karussell von Kaufen und Verkaufen von Heimen voran. Die größten Player in Deutschland wie Alloheim, Korian oder die Victor's Group betreiben hunderte Einrichtungen, um von der alternden Gesellschaft zu profitieren.
Explosion der Eigenanteile
Trotz der Milliardengewinne auf Konzernebene ist die Versorgung für den Endverbraucher kaum noch finanzierbar. Die Ausgaben für pflegerische Leistungen haben sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Der durchschnittliche Eigenanteil, den Pflegebedürftige im Heim im ersten Jahr monatlich selbst zahlen müssen, liegt mit Stand 2026 bei rund 2.576 Euro.
Auch viele Privatversicherte müssen seit 2025 deutlich mehr zahlen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) erwartet bei den betroffenen Versicherten Prämiensteigerungen von im Schnitt zwölf Prozent. Die PKV errechnet ihre Beiträge anders als die gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), deshalb ist ein Vergleich schwierig. Sicher aber ist: Viele Privat-Tarife verteuern sich ähnlich schnell wie die GKV.