Leserbrief

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Lied von Danger Dan: Solidarität gegen die Zensur ist richtig – Inhalt des Liedes muss man aber kritischer sehen

Zum Artikel „Antifaschismus: Keine Solidarität mit Danger Dan, aber Kritik an der Zensur“ vom 30. Juli erreichte die Redaktion der folgende Leserbrief aus Herne: Es war wichtig, dass die Leserin in ihrem Beitrag „Uneingeschränkte Solidarität mit Antideutschen?“ vom 28. Juli darauf hingewiesen hat, dass Danger Dan die antideutsche Richtung unterstützt. Mit seiner Solidarität mit dem zionistischen Israel stellt er sich außerhalb der fortschrittlichen Bewegung.

Leserbrief aus Herne

Das Lied „Keine Angst“ von Danger Dan selbst ist nicht antideutsch. Es ist antifaschistisch – allerdings im Sinne eines anarchistischen Antifaschismus. Deshalb greift die Kritik viel zu kurz, wenn es gestern auf Rote Fahne News hieß: „Allerdings erklärt die Stellungnahme des Linken Forums ausdrücklich, dass die in dem Lied beschriebene antifaschistische Arbeit nicht genügt und dass wir eine breite Einheitsfront gegen den Faschismus brauchen.“

 

Der Song reicht nicht nur nicht aus. Er lehnt ausdrücklich alle Parteien und größeren Organisationen ab – genau die Formen, die für einen antifaschistischen Massenwiderstand und systematische Aufklärungsarbeit notwendig sind. Stattdessen orientiert er sich einseitig an personifizierten Auseinandersetzungen mit einzelnen Faschisten:

 

„Eine Handvoll Leute reichen meistens aus (…) Ihr gründet eine Gruppe, die keinen Namen hat, kein Gründungsdatum und auch keinen Verein oder so’n Quatsch.“

 

Solidarität gegen die Zensur ist richtig. Den Inhalt des Liedes muss man aber viel kritischer sehen, weil es einem wirksamen antifaschistischen Kampf einen Bärendienst erweist.