Internationale Nacht

Internationale Nacht

Gelebter Internationalismus auf dem Sommercamp

Auf dem Sommercamp von REBELL und Rotfüchsen kommen Jugendliche aus verschiedenen Ländern zusammen, um gemeinsam Ferien zu machen und für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen. Diese Vielfalt wurde auch bei unserer internationalen Nacht deutlich, mit Beiträgen aus mehr als zehn Ländern.

Camp-Korrespondenz

Ein Genosse aus Südafrika berichtete von den Problemen, mit denen Jugendliche in seinem Heimatland konfrontiert sind. Gerade in der ländlichen Bevölkerung gebe es viel Arbeitslosigkeit, sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch, weil den Menschen eine Perspektive fehle. Daraus entstand die Idee, ein Jugendzentrum aufzubauen, was bereits durch die REBELL-Brigaden letztes Jahr unterstützt wurde, und es ist geplant, dass es im Oktober eine zweite Brigade geben wird, um den Bau weiter zu unterstützen.

 

Rebellen aus Togo, Gambia, Kurdistan, Syrien, Iran und den USA stellten ihre Herkunftsländer vor. Darunter eine Rebellin mit US-amerikanischen Wurzeln, die davon erzählte, wie in dem Land der Widerstand gegen Trumps faschistische Politik wächst, auch wenn dieser oft nur von sozialdemokratischen Forderungen begleitet sei. Darauf folgte das Arbeiterlied „Solidarity Forever“, welches vom US-amerikanischen Gewerkschaftler Ralph Chaplin im Jahr 1915, inspiriert vom Bergarbeiterstreik in Cabin Creek, West Virginia, geschrieben wurde, wo die Bergleute fast drei Monate erfolgreich für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt haben. Ein Kurde aus der Türkei behandelte in einem selbstverfassten Gedicht die Probleme mit nationaler Identität und den Befreiungskampf, den das kurdische Volk schon so lange führt. Es wurde noch eine Solidaritätserklärung mit der iranischen Bevölkerung, insbesondere den Frauen im Land, vorgetragen.

 

Ein Vertreter des palästinensischen Freiheitskampfes berichtete von der aktuellen Lage in Gaza. Es wurden die Ergebnisse vom Al-Awda-Workshop vorgestellt, wo wir uns zuvor mit den Hintergründen des Solidaritätspakts mit dem Al-Awda-Krankenhaus in Gaza beschäftigt hatten. Eine Gruppe führte das Lied Ounadikom von Ahmad Kaabour auf. Es basiert auf einem Gedicht von Tawfiq Ziad, einem palästinensischen Poeten und Kommunisten, der sich besonders für die palästinensische Bevölkerung in Israel eingesetzt hatte.

 

Aus den verschiedensten Beiträgen wurde deutlich, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit ist, da man nur so den Imperialismus endgültig besiegen kann. Es ist wirklich schön, wie sich auf dem Sommercamp und im REBELL die verschiedenen Kulturen verbinden. Zum Abschluss gab es noch palästinensische Musik und Tanz und viele internationale Leckereien, die die Zeltgruppen zur finanziellen Stärkung des Sommercamps vorbereitet hatten.