Imperialismus
Erst Kriegsdrohung, dann Friedenspose: Trump sagt Angriff auf Iran wieder ab
Der faschistische US-Präsident Donald Trump hat die groß angekündigte massive Angriffswelle gegen den Iran vorerst abgesag
Nur einen Tag zuvor hatte er noch mit Angriffen in einem seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gesehenen Ausmaß gedroht. Nun behauptet Trump, der Iran und weitere Staaten der Region hätten um Aufschub gebeten; die „Umrisse einer Einigung“ seien erreicht. Dazu sollen die Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende der vom Iran ausgehenden atomaren Bedrohung gehören.
Die faschistische Führung der Islamischen Republik Iran widerspricht jedoch: Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars erklärte unter Berufung auf einen iranischen Unterhändler, über die Öffnung der Straße von Hormus sei keinerlei Vereinbarung erzielt worden. Entsprechende Berichte seien falsch.
Das Muster ist nicht neu: Trump droht zunächst mit vernichtenden Angriffen und verkündet anschließend angebliche Verhandlungsfortschritte. Mehrfach behauptete er bereits, der Iran werde US-Forderungen erfüllen und unter anderem die vom faschistischen iranischen Regime ausgehende atomare Bedrohung beenden. Das Regime in Teheran dementierte wiederholt, dass solche Gespräche oder Zusagen überhaupt stattgefunden hätten. So versucht Trump, sich nach seinen eigenen imperialistischen Kriegshandlungen als Friedensbringer zu inszenieren.
Zugleich wächst der Druck der regionalen US‑Verbündeten. Saudi-Arabien drängte Trump ausdrücklich zur Deeskalation. US-Stützpunkte in Jordanien wurden wiederholt mit iranischen Raketen und Drohnen angegriffen. Trump braucht einen Ausweg aus einem Krieg, der immer weitere Länder hineinzieht und die Interessen seiner Verbündeten bedroht.
Trump behauptet außerdem, Israel werde sich an die angebliche Vereinbarung halten. Doch ein Minister des faschistischen Netanjahu-Regimes erklärte bereits, Israel werde unabhängig von Absprachen erneut angreifen. Die israelische Regierung verfolgt ihre eigenen expansionistischen Groß-Israel-Pläne und treibt unter anderem die Besiedlung des besetzten Westjordanlands massiv voran.