Argentinien
Buenos Aires: Rentner und Gewerkschafter gegen Kürzungen
Am Mittwoch, den 22. Juli strömten Tausende Menschen auf die Straßen von Buenos Aires, um gegen die Kürzungsmaßnahmen von Präsident Javier Milei zu protestieren - das WM-Fieber in Argentinien ist abgeklungen und die wöchentlichen Proteste kehren zurück. Seit Monaten demonstrieren Rentner für Rentenerhöhungen und einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung. Jetzt erhielten sie Verstärkung durch Gewerkschaften unter dem Dach des größten Dachverbands CGT sowie durch linke Parteien und weitere Organisationen. Die massive Mobilisierung blockierte am Mittwochmorgen zeitweise die Zufahrten zur Hauptstadt; zudem kam es in Avellaneda am Stadtrand zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Fast die Hälfte der 7,8 Millionen argentinischen Rentner bezieht die Mindestrente; diese beläuft sich – inklusive eines Bonus – auf rund 330 US-Dollar im Monat, was weniger als einem Drittel dessen entspricht, was Senioren zur Deckung ihrer Grundbedürfnisse benötigen.