Wehrpflicht

Wehrpflicht

Über 200 Schülerinnen und Schüler beschließen nächsten Streik

Am Wochenende des 18. und 19. Juli fand in Essen die dritte bundesweite Schulstreikkonferenz statt. Die Konferenz wurde von der Bewegung „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ durchgeführt, die bisher an drei bundesweiten Streiktagen jeweils circa 50.000 Menschen, vor allem Schülerinnen und Schüler, gegen die Wehrpflicht auf die Straße gebracht hat.

Bewegung „Schulstreik gegen Wehrpflicht“, Pressemitteilung vom 21. Juli 2026

Auf der Konferenz waren Teilnehmerinnen aund Teilnehmer aus ganz Deutschland anwesend, die sich über die Arbeit der lokalen Streikkomitees und die Streikorganisation austauschten und sich über die Entwicklungen rund um die Wiedereinführung der Wehrpflicht berieten.

 

Diese Themen waren auch Fokus der Workshops, die vor Ort stattfanden. So ging es unter anderem darum, wie gegen Bundeswehrauftritte an der eigenen Schule vorgegangen werden kann, welche Rolle Schüler:innenvertretungen dabei spielen und wie mit Repressionen umgegangen werden kann. Darüber hinaus wurde diskutiert wie die weitere Arbeit der Bewegung aussehen soll, wie es nach den Sommerferien weitergeht und welche Möglichkeiten es gibt, aktiv zu bleiben, sobald die Schulzeit abgeschlossen ist.

 

Die Konferenz endete mit dem Beschluss einer gemeinsamen Resolution, in der die Bewegung nächste Schritte für die kommenden Monate und darüber hinaus festhält. Diese wurde vorab in den einzelnen Streikkomitees und dann gemeinsam auf der Konferenz diskutiert.

 

Elias, ein Schüler aus Essen und dort im Streikkomitee aktiv, hält fest: „Wir sind sehr froh damit, wie die Konferenz verlaufen ist und wollen nun die Sommerferien und die Zeit danach nutzen, um einen noch größeren Streik auf die Beine zu stellen. Wenn die Bundesregierung ihre Pläne zur Wiedereinführung der Wehrpflicht immer weiter vorantreibt, muss auch unser Widerstand größer werden. Wir streiken weiter bis die Wehrpflicht komplett vom Tisch ist!“

 

Fest steht also bereits: Die Bewegung wird weitergehen. Der nächste bundesweite Schulstreik gegen die Wehrpflicht wird am 25.09. stattfinden. Außerdem wird es am ersten Oktoberwochenende in Berlin zwei große Friedensdemonstrationen inklusive Konzertkundgebung und Straßenfest geben, an denen sich zahlreiche Schulstreikkomitees beteiligen. Carla aus dem Schulstreikkomitee Kiel freut sich darauf:


„Wir werden den nächsten Schulstreik noch größer machen! Wir werden gemeinsam mit den Gewerkschaften auf die Straße gehen und den Aktionstag des DGB am 26.09. unterstützen. In Hamburg werden wir während des NATO-Manövers Red Storm Charlie streiken und somit direkt der Kriegsvorbereitung entgegentreten. Dafür brauchen wir alle, die mit uns gemeinsam kämpfen wollen. Wir rufen alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern auf, uns dabei zu unterstützen und mit auf die Straße zu gehen!“