Schluss mit der Giftmüllverbrennung in Leverkusen

Schluss mit der Giftmüllverbrennung in Leverkusen

Zum fünften Jahrestag: Gedenk- und Protestveranstaltung am 27. Juli

Am 27. Juli 2021 gab es in der Giftmüllverbrennungsanlage von Currenta in Leverkusen eine schwere Explosion mit sieben Toten, mehr als 30 teils schwer Verletzten und zahlreichen weiteren Umwelt- und Gesundheitsschäden.

Zum fünften Jahrestag: Gedenk- und Protestveranstaltung am 27. Juli
Bild vom Brand vor fünf Jahren

Seither ermittelt die Staatsanwaltschaft – bisher ohne Ergebnis. Und seit drei Jahren verbrennt die Anlage wieder giftigsten Müll aus ganz Europa – wie vor der Explosion. Anlässlich des fünften Jahrestags der Explosion am 27. Juli 2021 werden die Parents for Future Leverkusen, die Coordination gegen BAYER-Gefahren, die Klimaliste Leverkusen, die MLPD südliches Rheinland, der Kreisverband Leverkusen von Die Linke und die Umweltgewerkschaft Köln-Leverkusen & Düsseldorf am 27. Juli, um 18 Uhr, vor dem Rathaus in Wiesdorf eine Gedenk- und Protestveranstaltung durchführen. Nehmen Sie daran teil!

Wir klagen an:

  • die Staatsanwaltschaft, weil sie nach fünf Jahren noch immer keine Ergebnisse ihrer Ermittlungen vorgelegt hat;
  • das Regierungspräsidium, weil es auf der Grundlage von Gutachten, die Currenta beauftragt und bezahlt hat, den Weiterbetrieb der Giftmüllverbrennung duldet;
  • den Oberbürgermeister und den Stadtrat, weil sie sich um so gut wie nichts gekümmert haben;
  • die Betriebsratsführung von Currenta und die örtliche Führung der IGBCE, weil sie zu viel hingenommen haben und sich nicht zuständig fühlen. Giftmüllverbrennung gefährdet unser aller Gesundheit; erst recht die der Kolleginnen und Kollegen, die direkt an der Anlage arbeiten.

Aber vor allem die Chefs von Currenta, weil

  • sie – um Höchstprofite zu erzielen – wie vor fünf Jahren Giftmüll verbrennen, den sie aus ganz Europa ankarren lassen, damit der Verbrennungsprozess möglichst nie unterbrochen wird;
  • weil Currenta hochgiftige Abfälle so lange in Tanks mischt, bis eine brennbare Flüssigkeit entsteht;
  • weil Currenta den Giftmüll nach der Explosion von ungeschützten bulgarischen Leiharbeitern wegräumen ließ;
  • weil Currenta nach der Explosion monatelang hochgiftiges Abwasser in den Rhein einlaufen ließ.

Wir fordern deshalb:

  • Schluss mit der Giftmüllverbrennung, erst recht im Wohngebiet!
  • Ersatzarbeitsplätze!
  • Produzenten von Giftmüll müssen ihn selbst entsorgen!

 

Hier gibt es den Flyer zur Veranstaltung