Engagiert für die Umwelt
Kinderdemo in Wermelskirchen: "Das ist unsere Zukunft"
In einer Ferienfreizeit haben sich sechs- bis zwölfjährige Kinder aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis mit der Umweltzerstörung beschäftigt. Tagelang haben sie eine Demo vorbereitet, Schilder gemalt und Trommeltänze geübt.
"Es geht gar nicht, dass wir weiter Wälder abholzen, dann wird unsere Welt, wenn's zu heiß wird, verbrennen - das will doch hier keiner", erklärt die achtjährige Sofia auf dem Rathausplatz den Passanten. "Das kann doch keiner wollen!"
Die Kinder wissen genau, wofür sie kämpfen wollen. Für Diego ist es die erste Demonstration, aber bestimmt nicht die letzte. Er ist fest entschlossen, nach den Sommerferien, wenn er aufs Gymnasium kommt, dort weitere Demonstrationen zu organisieren.
Die Kinder demonstrieren unter anderem gegen die zunehmende Vermüllung. "Die Menschen denken, so eine Glasflasche ist ja nicht so schlimm. Haben die denn eine Ahnung, was passiert, wenn die Sonne da drauf brennt? Der Wald ist staubtrocken," sagt ein Mädchen, das öfter den Müll einsammelt. Das ist auch gegen die Waldbrandgefahr.
Im Rathaus öffnen sich die Fenster, als der Protestzug der Kinder dort ankommt. Sie trommeln und tanzen. Bürgermeister Bernd Hibst (CDU) kommt heraus, um mit den Kindern zu sprechen. Sie erzählen ihm, dass keine Bäume mehr für Häuser abgerissen werden dürfen. Nachdem sie ihre Forderungen lauthals vorgetragen haben, marschieren sie wieder ab.