Schweinfurt

Schweinfurt

"Es reicht! Das Leben bezahlbar machen. Kommt zum Protest gegen den Sozialraub!"

"Es reicht! Das Leben bezahlbar machen. Kommt zum Protest gegen den Sozialraub!" Unter diesem Motto kam am 19. Juli ein Aktionsbündnis, initiiert von Linke und Solid mit den Grünen, MLPD, SDAJ, einer Gruppe der Antifa zur Bildungsarbeit und der Gruppe Queeres UFO, zustande.

Korrespondenz
"Es reicht! Das Leben bezahlbar machen. Kommt zum Protest gegen den Sozialraub!"
Gute Stimmung beim gemeinsamen Protest (rf-foto)

Der Gedanken mit der Linken-Rednerin und Widerstand-Rufen ist doppelt

 

Die Gewerkschaften beteiligten sich offiziell nicht, weil sie sich nicht parteipolitisch vereinnahmen lassen wollten. Natürlich waren aber etliche Gewerkschaftsmitglieder unter den ca. 120 Teilnehmern bei der Demo und Kundgebung – aber halt ohne Gewerkschaftsfahnen. Die IG Metall veranstaltet am nächsten Samstag einen Workshop unter dem Titel „Werkstatt Sozialstaat“.


Die Parolen auf der Demo richteten sich nicht nur gegen den sozialen Kahlschlag, sondern auch gegen den Faschismus. Sie sprachen sich für Migration aus, und mit "Jugend – Zukunft – Sozialismus" bekam die Veranstaltung auch eine Perspektive.


Beim Einzug auf den Marktplatz, der der Kundgebungsplatz war, wurde unter anderem gemeinsam die Internationale gesungen. Agnes Conrad (MdB, Linke) eröffnete mit ihrem Beitrag die Kundgebung. Ihre Erfahrungen mit den Haushaltsberatungen: „Nur Geld für die Rüstung“ wurde mit Sprechchören "Widerstand, Widerstand" kommentiert.


Der Bericht einer anderen Genossin der Linken über den schon jetzt kritischen Zustand im Gesundheitswesen und die zu befürchtenden Auswirkungen aus der „Reform“ wurde ebenfalls von „Widerstand“-Sprechchören begleitet. Der Beitrag der MLPD zog die Verbindung zur Politik der AfD und dem nicht so offensichtlichen Widerstand der Kollegen aus den Betrieben. Der MLPD-Redner betonte den, auch für die Gewerkschaften notwendigen, gemeinsamen Kampf gegen Konzerne und ihre Regierung. Die Grünen und die SDAJ nutzten ebenfalls die Möglichkeit des offenen Mikrofons. Einigkeit bestand darin, dass es mit Sicherheit nicht die letzte gemeinsame Aktion war und dass es eher ein Marathon werden wird, bis wir unsere Ziele durchsetzen .