Ravensburg

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Auftakt für "sozialen Protest" in Ravensburg

Am Samstag, den 18. Juli, versammelten sich gut 50 Menschen unter dem Motto „Menschen vor Sparpolitik“. Zwei junge Sozialarbeiterinnen hatten dafür die Initiative ergriffen.

Korrespondenz
Auftakt für "sozialen Protest" in Ravensburg
Bild vom Protest (rf-foto)

Die zum Teil spontanen Redebeiträge spiegelten wider, dass der soziale Kahlschlag immer breitere Schichten direkt betrifft: Eltern bzw. Kinder mit Einschränkungen, denen die individuelle Schulassistenz gestrichen wird. Junge Menschen, deren meist winziges Vermögen mit der neuen
Grundsicherung ab Tag eins angerechnet wird. Psychisch Erkrankte, deren Suche nach schneller therapeutischer Hilfe zunehmend aussichtslos wird.

 

Es sprachen zudem Vertreter des Jugendverbands REBELL, und von Ver.di. Im Beitrag des REBELL hieß es: „Hier kann man nicht einfach von Sparpolitik reden. Hier wird eine massive Umverteilung von unten nach oben organisiert – zugunsten der Monopole!“ Auch der Gedanke des Sozialismus, der dafür steht, dass der Fortschritt und Reichtum der Menschheit statt der kapitalistischen Konkurrenz zugute kommt, traf auf Zustimmung und Interesse. 


In bewegenden und offenen Worten berichtete zum Schluss eine junge Frau: „Ich komme aus einer sehr reichen Familie. Ich liebe meine Großeltern, aber ich sage auch: So viel braucht man nicht. Man sollte so nicht leben, wenn andere in Not sind. Ich werde mit meinem Geld anders umgehen.“ Mit einigen grundsätzlichen Gesprächen, neuen Gedanken und dem Lied „Solidarity forever“ ging die Kundgebung zu Ende. Weitere werden folgen.