Pressemitteilung

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Widerstandskomitee Heilbronn: „Wir haben da richtig was ins Rollen gebracht"

Das Widerstandskomitee gegen die Werksschließung bei Audi Neckarsulm und gegen die Kriminialisierung der Arbeitersolidarität hat eine aktuelle Pressemitteilung veröffentlicht, die wir hier dokumentieren.

Widerstandskomitee Heilbronn: „Wir haben da richtig was ins Rollen gebracht"
Das Widerstandskomitee bei einer Kundgebung von Gewerkschaften und Sozialverbänden am 7.7. auf dem Kiliansplatz in Heilbronn (rf-foto)

Das Widerstandskomitee zieht erste Bilanz: „Wir haben da richtig was ins Rollen gebracht", war das einhellige Resumee der Besucher beim zweiten Treffen des Widerstandskomitees gegen Werksschließung bei Audi Neckarsulm und gegen Kriminalisierung der Arbeitersolidarität am 17. Juli. Fotos und Videoausschnitte von den Aktionen auf dem Heilbronner Volksfest, vor dem Audi-Tor und in der Innenstadt machten deutlich, wie der nötige Kampf um die Arbeitsplätze bei Audi die letzten Wochen immer mehr ins öffentliche Bewusstsein rückte. Bis auch VW-Chef Blume etwas zurückrudern musste, wenngleich er an den scharfen Einschnitten festhält und erklärt: „Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm können wir in den 30er Jahren noch keine wettbewerbsgerechte Belegung bestätigen" - sprich: für Profit und Weltmarktstellung überflüssig.

 

Fast 400 Menschen unterschrieben auf dem Transparent gegen die Werksschließung und Polizeigewalt, zahlreiche Unterstützer haben sich inzwischen in die Listen eingetragen, und viele Solidaritätserklärungen sind aus dem In- und Ausland eingegangen. Auch in Zwickau wurde Polizei gegen Flugblattverteiler am Tor eingesetzt – das zeigt, dass es keine Einzelaktion in Neckarsulm war, sondern der VW-Konzern den Staatsapparat für seine Interessen nutzt zur Unterdrückung der Arbeitersolidarität.

 

Das Widerstandskomitee hat jetzt Teams gebildet, wo sich weitere Leute anschließen können: zur Medienarbeit, Jugend, Finanzen, Logistik und Versorgung und gegen Repressionen. Weitere Kundgebungen sind ebenso geplant wie gemütliche Gespräche im Biergarten. Bei den nächsten Aktionen sollen das Bündnis verbreitert und neue Kreise dazu gewonnen werden. Die weitere Zusammenarbeit mit IG Metall, Parteien, Roter Hilfe u.a. wird gesucht.

 

  • Am Montag, dem 20. Juli, werden wir mit unserem Transparent die Soliaktion eines Audi-Arbeiters, der schwimmend 10 Kilometer von Heilbronn nach Neckarsulm zur Nachtschicht bestreitet, am Startpunkt unterstützen.
  • Für den 22. Juli ab 18 Uhr hat das Widerstandskomitee eine Mahnwache auf dem Neckarsulmer Marktplatz angemeldet.
  • Gegen die bewusst verbreitete Stimmung „wird alles schon nicht so schlimm kommen" müssen die erkämpften Arbeiterrechte verteidigt und ausgebaut werden, denn Verzicht hat noch nie dauerhaft Arbeitsplätze gerettet.
  • Das nächste Treffen des Widerstandskomitees ist am 14. August geplant.latz angemeldet.