Schürt die "Rote Angst"

Schürt die "Rote Angst"

Donald Trump auf Kommunistenjagd - Deutsche Bundesregierung lässt sich dazu einladen!

Die Agentur Reuters hat mitgezählt: Mehr als achtzigmal hat Donald Trump in den vergangenen drei Wochen vor Kommunismus gewarnt.

Von gis

In seiner Rede zum 250. Geburtstag der USA stellte Trump die Verteufelung des Kommunismus in den Mittelpunkt. Rote Fahne News berichtete: Donald Trump stellt seinen krassen Antikommunismus in den Mittelpunkt des Unabhängigkeitstags

 

Die Jagd auf Kommunisten hat in den USA eine lange unrühmliche Tradition. Insbesonders in der sogenannten McCarthy-Ära in den Fünfzigerjahren wurden echte und vermeintliche Kommunisten an den staatlichen Pranger gestellt, kriminalisiert, verleumdet, inhaftiert, unterdrückt. Der Bevölkerung wurde Angst vor der angeblichen Hauptgefahr Kommunismus eingejagt, die sogenannte Rote Angst.

 

Der Antikommunismus ist der Kern des faschistischen Umbaus der USA durch Donald Trump. Es bleibt ihm natürlich auch nicht verborgen, dass gerade unter der Jugend dsa Interesse am Sozialismus / Kommunismus erheblich zunimmt. Die antifaschistische Bewegung im In- und Ausland macht Trump ebenfalls zu schaffen. Deswegen macht er mit der "Roten Angst" auch Außenpolitik und erklärt die antifachistische Bewegung in verschiedenen Ländern, darunter Deutschland, zu "terroristischen Vereinigungen". Stephen Miller, der stellvertretende Stabschef im Weißen Haus, hatte sich bereits im vergangenen Herbst dafür ausgesprochen, die Antifa pauschal als ausländische terroristische Organisation einzustufen.

 

Die Einstufung als ausländische Terrororganisation würde der Regierung besondere Überwachungsmethoden und Strafen ermöglichen. Extremismusforscher Michael Jensen hält die Aussage, linke Gewalttaten nehmen zu, für irreführend. Im ersten Halbjahr 2025 wurden fünf Anschläge und versuchte Anschläge gezählt, gegenüber drei Fällen im Vorjahr. Zum anderen sei der vergleichsweise geringere Schaden zu berücksichtigen. Bei "linken" Anschlägen (wer weiß, was sich genau dahinter verbirgt) kamen in den USA zwischen 2016 und Mitte 2025 13 Menschen ums Leben. Im gleichen Zeitraum starben 82 Menschen bei jihadistischen Anschlägen und 112 Menschen bei Anschlägen von Faschisten. Jensen sieht keine Belege dafür, dass die "extreme Linke zunehmend organisierter und gefährlicher wird." (Quelle: Süddeutsche Zeitung, 14.7. 2026)

 

US-Außenminister Marco Rubio beruft für den morgigen Donnerstag eine antikommunistische Konferenz ein. Man müsse sich gegen den "linken Terror" wappnen. Unglaublich: Die deutsche Bundesregierung schickt einen Teilnehmer hin! Das Bundesinnenministerium teilte mit, „der fachliche Austausch mit ausländischen Partnern“ gehöre zum regulären Arbeitsprozess. Dies geschehe „phänomenübergreifend zu einer Vielzahl sicherheitsrelevanter Themenfelder und damit auch dem Linksextremismus / -terrorismus“. Insgesamt hat die US-Regierung 70 andere Staaten zur Teilnahme eingeladen. 

 

Der gleiche Dobrindt, der mit seinem neuen Geheimdienstgesetz die Faschisierung des deutschen Staatsapparats massiv vorantreibt. Verstärken wir die Bewegung: "Gib Antikommunismus keine Chance!" Keinen Fußbreit dem Faschismus!