Mitbestimmung durch Streik!

Mitbestimmung durch Streik!

Offene Ohren bei den Hafen- und Werftarbeitern

Auch wir verbreiteten am 8. Juli breit den Kampfslogan der VW-Arbeiter „Mitbestimmung durch Streik!“. Besonders unter den Hafen- und Werftarbeitern stieß er auf offene Ohren. Schon das Wort „Streik“ ließ manchen interessiert aufhorchen: „Streik? Bin dabei!“

Korrespondenz aus Rostock

Dass solch ein Streik gegen den Generalangriff von Monopolen und Staat nicht einfach vom Himmel fällt, sondern gut vorbereitet und organisiert werden muss, war ein wichtiges Thema in den Gesprächen. Ein junger Werftarbeiter berichtete, dass die Ausbeutung und Arbeitsintensität immer mehr zunimmt.

 

Allerdings wirkt auch noch das Denken, dass „wir“ wieder konkurrenzfähig mit China werden müssen, sowie bei einem Hafenarbeiter der spalterische Einfluss der AfD, der aufgebracht sagte: „VW – die (VW-Arbeiter) leben doch nur auf unsere Kosten. Ich arbeite hier nicht mal für die Hälfte, was die bekommen.“

 

Bereits ein Tag zuvor führten Gewerkschaftskolleginnen und -kollegen von ver.di eine „aktive Mittagspause“ am Überseehafen durch. Auf Instagram schreiben sie, dass selbst die regnerischen Wetterbedingungen sie nicht daran hindern konnten, zusammenzukommen und sich über die zukünftigen Arbeitskämpfe auszutauschen. Genau richtig, denn die Angriffe auf unsere Arbeiterrechte werden weiter zunehmen.

 

In unserer Parteigruppe diskutierten wir, dass wir die VW-Arbeiter im Kampf um jeden Arbeitsplatz auch kurzfristig unterstützen und die Arbeitersolidarität organisieren müssen, wenn es zum Streik kommt.

 

Am selben Tag demonstrierten etwa 300 bis 400 Menschen in Rostock gegen die massiven Sozialkürzungen der Bundesregierung. Dazu hatte der DGB unter dem Motto „Rote Karte dem Kahlschlag“ aufgerufen. Auch hier diskutierten wir, dass echte Mitbestimmung nur durch Streik erreicht werden kann. Dem stimmten viele zu und sagten, dass sich noch viel mehr dem Widerstand und Kampf anschließen müssten. Genau darum müssen wir massenhaft den Kampf um die Denkweise führen mit dem echten Sozialismus als Perspektive aus dem Ausbeutersystem Kapitalismus. So fanden einige Rote Fahne Magazine und Parteiprogramme neue Leser und wir konnten neue Kontakte knüpfen.