Desinformation
Nachrichtenagenturen sowie ARD/ZDF blenden systematisch Berichte zur Klimakatastrophe aus
Ein aktueller Beitrag des Deutschlandfunks vom 15. Juli 2026 beleuchtet eine systematische Desinformation in der deutschen Medienlandschaft: Die geringe Berichterstattung über die Klimakatastrophe bei ARD und ZDF ist nicht auf ein fehlendes Interesse der Zuschauer zurückzuführen.
Vielmehr beginnt das Problem bereits bei den Monopolen der großen Nachrichtenagenturen – und wird anschließend mit einem angeblichen Desinteresse des Publikums gerechtfertigt. Im Mittelpunkt des Beitrags mit dem Titel „Kein Augenmerk? Wenn Nachrichtenagenturen nicht über Klima-Themen berichten" steht die Feststellung, dass Nachrichtenagenturen wie dpa das Thema Klimakatastrophe weitgehend ausblenden. Das setzt sich bei ARD und ZDF fort, die systematisch Berichte zur Klimakatastrophe ausblenden.
Besonders auffällig ist die Entwicklung der vergangenen Jahre. Laut Monitoring-Daten lag der Anteil der Berichterstattung zur Klimakatastrophe bei ARD und ZDF im ersten Halbjahr 2026 bei unter einem Prozent der gesamten Sendezeit – obwohl in diesem Zeitraum zwei starke Hitzewellen Deutschland trafen und Schätzungen von mehr als 5.000 hitzebedingten Todesfällen sprechen.
Die Kurve der Berichterstattung zur Klimakatastrophe zeigt dabei nach unten, obwohl die realen Folgen immer deutlicher werden. Der DLF-Beitrag widerspricht zudem ausdrücklich der gängigen Legende, die geringe Berichterstattung liege am fehlenden Interesse der Bevölkerung. Aktuelle Umfragen zeigen das Gegenteil: Das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung festigt sich und wächst sogar wieder. Laut dem ARD-Deutschlandtrend vom Juli 2026 zählt die Klimakatastrophe derzeit wieder zu den dringendsten gesellschaftlichen Problemen. Besonders kritisch wird dabei die Industrie gesehen. Eine Mehrheit der Befragten wirft großen (kapitalistischen) Unternehmen vor, zu wenig für den Klimaschutz zu tun und stattdessen weiterhin fossile Geschäftsmodelle zu verteidigen.
Auch die Berliner Politik wird hier deutlich kritischer bewertet als noch vor zwei Jahren. Während die globale Umweltkatastrophe fortschreitet und die Auswirkungen der Klimakatastrophe immer spürbarer werden, setzen Konzerne und herrschende Politik wieder verstärkt auf fossile Energien. Neue Gasinfrastruktur wird ausgebaut, Förderprogramme für den Klimaschutz werden gekürzt und der Ausbau erneuerbarer Energien wird verlangsamt. Damit folgt die bürgerliche öffentliche Debatte zunehmend der Lüge der Klimaleugner und -verharmloser, die die Dringlichkeit des Handelns systematisch herunterspielen.
Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen
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Der Deutschlandfunk-Beitrag macht deutlich, dass die schwache Berichterstattung zur Klimakatastrophe kein Zufall und kein „Publikumsproblem" ist. Sie ist das Ergebnis struktureller Entscheidungen – beginnend bei den Nachrichtenagenturen und fortgesetzt in den Redaktionen von ARD und ZDF. Ironischerweise behaupten ausgerechnet jene Kräfte, die die Klimakatastrophe systematisch leugnen oder verharmlosen – allen voran die faschistische AfD –, ARD und ZDF würden „Klima-Hysterie" betreiben. Dabei zeigen die Zahlen das genaue Gegenteil: Die öffentlich-rechtlichen Sender berichten kaum über die Klimakatastrophe. Wer unter diesen Umständen von „Hysterie" spricht, betreibt nicht nur Realitätsverweigerung. Er zeigt, dass ihm das Überleben der Menschheit egal ist, Hauptsache der Profit der Konzerne stimmt.
Umso bedeutender die Strategiediskussion auf dem Internationalen Umweltratschlag, der vom 23. bis 25. Oktober 2026 in Stuttgart stattfindet. Informationen auch auf der Webseite des Ratschlags: https://umweltstrategiekonferenz.org/
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