Frauenmord in Kelkheim

Frauenmord in Kelkheim

Femizid: Endpunkt sexistischen Denkens

In Kelkheim wurde eine 58-jährige Frau mitten in der belebten Innenstadt von ihrem getrennt lebenden Ehemann mit einer Machete brutal umgebracht. Unser tiefes Beilid gehört ihrer Familie, ihren Freundinnen und Freunden sowie Bekannten. Sie haben eine Angehörige und Freundin unerwartet verloren, und das auf abscheuliche Weise!

Frauenbereich der MLPD

Mit 30 Stichen und Schnitten mit einer Machete, mindestens einen davon direkt in den Hals, riss der Junge Männer versuchten mutig und entschlossen, der Frau das Leben zu retten. Leider mussten auch viele Kinder diese schreckliche Tat erleben. Umso wichtiger, dass jetzt gemeinsam getrauert wird: Blumen werden niedergelegt, Kerzen angezündet.

 

Bisher äußert sich der Täter zur Tat nicht. Laut dpa hat er nicht akzeptiert, dass die 58-jährige Frau sich scheiden lassen wollte und drohte schon im Vorfeld sie umzubringen. Das wusste auch die Polizei. Die Frau wollte sich leider nicht helfen lassen, „weil sie davon ausging, dass ihr Ehemann ihr aus Liebe nichts antun werde – Studien zeigen aber, dass Betroffene häufig keine Hilfe suchen, weil sie Angst vor einer weiteren Gewalteskalation haben.“ (Frankfurter Rundschau) Bisher wird bei diesem Mord noch nicht von einem Femizid gesprochen.

 

Im weltweit erwachten Frauenbewusstsein gehen viele Frauen gegen Femizide und dem Kampf gegen Sexismus auf die Straße. In Argentinien gingen Hunderttausende auf die Straße und versammelten sich in Buenos Aires zu der 11. „Ni Una Menos“ vor dem Kongress und protestierten gegen Femizide und dem Abbau von Schutz der Opfer unter dem faschistischen Präsidenten Milei. Oder Tausende demonstrierten in Kenia gegen die steigende Zahl von Morden an Frauen – es war eine der größten Frauendemos: aktueller Anlass war der Tod der Gospelsängerin Wandeto, die von drei Männern mit Benzin übergossen und angezündet worden war.

 

Jede dieser Taten gehört bestraft und muss zu 100 Prozent aufgeklärt werden!

 

Klar ist, dass solche Morde die aggressivste Form der besonderen Unterdrückung der Frauen ist! Das ist Ausdruck faschistischen Gedankenguts und Teil der Destruktivkräfte des imperialistischen Weltsystems. Deswegen gilt: Frauen organisiert euch gegen Imperialismus und Faschismus!