Dortmund

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Ermutigender Abschluss der ersten Etappe Ruhrpott-Rebellion

Zwischen 1500 und 2000 Arbeiterinnen, Arbeiter, Angestellte, Rentner, viele Jugendliche, Erwerbslose, Studenten beteiligten sich aktiv an der Kundgebung und Demonstration „Ruhrpott-Rebellion“ in Dortmund.

Von gp

„Gestern haben wir die 10.000 überschritten,“ begrüßte der zweite Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle Ruhrgebiet Mitte, Marc Schneider, die Kolleginnen und Kollegen. Die Stimmung war kämpferisch und entschlossen, die Regierungspläne nicht zu akzeptieren. Alle erwarten, dass es weiter geht! Deshalb wurde auch die Parole gerufen: „Friedrich Merz, Du weißt es schon, dies ist erst der Anfang der Ruhrpott-Rebellion!“

 

Die Kritik an der Regierung konzentrierte sich bei Schildern und Transparenten auf Merz, während die SPD weitgehend geschont wurde. Allerdings sprach einer der Redner die Jusos direkt an, nicht von einem „Klassenvertreter“ mit dem Älterwerden zum „Klassenverräter“ zu werden. Die Forderung nach einem Generalstreik stieß auf viel Zustimmung. „Bundesweit, streikbereit“ war eine viel gerufene Parole. Das gilt auch für die Losung „Ab 8.7.: Mitbestimmung durch Streik!“ Konkret drückte sich dies im Verkauf von über 40 Exemplaren der Roten Fahne aus. Das zeigt aber auch ein gestiegenes Interesse an einem grundsätzlichen Ausweg aus dem kapitalistischen Krisenchaos.

 

Die jahrelange systematische Kleinarbeit hat den Boden bereitet, dass auf dem Hintergrund der Zuspitzung der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der moderne Antikommunismus an Wirkung verliert. So waren die MLPD und der REBELL mit einem Bücherwagen und einem Transparent zum Sozialismus und das Internationalistische Bündnis mit dem offenen Mikrofon selbstverständlicher und offiziell willkommener Teil, mittendrin.

 

Vor allem die Kolleginnen und Kollegen vom Einzelhandel machten Stimmung und waren mit ihre gelb/grünen Westen nicht zu übersehen. Lautstark riefen sie: „Heute ist kein Arbeitstag, heute ist ein Streiktag!“ Ansonsten waren keine betrieblichen Delegationen erkennbar.

 

Dazu ein Vertrauensmann von TKSE Dortmund. „Leider sind nur wenige Kolleginnen und Kollegen und Auszubildende von unserm Betrieb gekommen. An der Werbung und Bekanntmachung kann es nicht liegen. Wir hatten vor vier Tagen extra eine außerordentliche Vertrauensleuteversammlung, zu der wir auch die Azubis eingeladen haben. Nicht dass die Kollegen mit der Regierung und ihren Vorhaben einverstanden wären. Im Gegenteil. Ich kenne keinen, der überhaupt noch was von der Regierung hält. Die Wut ist ziemlich groß. Trotzdem sagen viele, ‚das bringt doch nichts!‘ Dazu kommt, dass die meisten ziemlich Kritik an der IG Metall wegen der Zustimmung zum ‚Sanierungstarifvertrag’ haben. Richtig ist, dass eine Demo nicht ausreicht. Aber sie ist wichtig, um alle zu mobilisieren und auch, um die Öffentlichkeit für unsere Sache zu gewinnen. Haben wir nicht die Erfahrung gemacht, dass wir ohne selbständigen Streik solch faule Kompromisse wie den Abschluss des Sanierungstarifvertrags serviert bekommen.“