Journalistenverband

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dju in ver.di fordert sofortige Freilassung von Alican Uludağ

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di verurteilt die erneute Festnahme des Deutsche-Welle-Korrespondenten Alican Uludağ in der Türkei und fordert seine sofortige Freilassung.

„Wer journalistische Arbeit mit Festnahmen und Strafverfahren beantwortet, will unter Vorspiegelung von Rechtsdurchsetzung tatsächliche Berichterstattung verhindern", erklärt Danica Bensmail, dju-Bundesgeschäftsführerin. „Alican Uludağ muss unverzüglich freigelassen werden. Die türkischen Behörden müssen aufhören, journalistische Arbeit zu kriminalisieren. Für seine Freilassung müssen die Bundesregierung und Uludağs Arbeitgeber Deutsche Welle auf die türkischen Behörden in aller Schärfe einwirken."

 

Uludağ war im Mai nach etwa drei Monaten Untersuchungshaft freigelassen worden. Nun wird erneut wegen eines Beitrags in den sozialen Medien gegen ihn ermittelt. Die dju fordert neben deutschen Institutionen auch die Europäische Union auf, sich mit Nachdruck für seine Freiheit und den Schutz unabhängiger Journalist*innen in der Türkei einzusetzen.

 

„Journalismus ist kein Verbrechen. Pressefreiheit gilt auch und gerade für diejenigen, deren Recherchen und Kritik autokratischen Machthabern ein Dorn im Auge sind", so Bensmail.