Fußball
Die Sache mit den gelben und roten Karten sowie Platzverweisen
Vielen Dank für die Enthüllung auf Rote Fahne News, zur Rücknahme der Roten Karte bei der Fußball-WM.¹
Dass die Rücknahme durch nur eine Person der FIFA-Disziplinarkommission entschieden wurde, unterstreicht die ganze Korruptheit der FIFA-Spitze um Infantino und mit ihm verbändelter bürgerlicher Politiker. Von wegen unpolitische WM. An der Spitze der FIFA kann er sich nur halten, weil er engster Freund von Donald Trump samt besonderem Steigbügelhalter und Abkassierer – u. a. von faschistischen Regimen wie Katar, Saudi-Arabien usw. – ist. Infantino muss – Rote Karte hin oder her – sofort und auf nimmer Wiedersehen vom Platz gestellt werden.
Allerdings war das nicht der einzige Fall in der Fußball-WM-Geschichte. Als 13-Jähriger verfolgte ich mit meinem Vater am Radio gebannt die WM in Chile 1962. Dabei wurde Brasiliens Star Garrincha im Halbfinale des Feldes verwiesen. Doch die chilenische Regierung nahm politisch Einfluss. Auch die Offiziellen der FIFA intervenierten. Und flugs wurde der Platzverweis nicht mit einer Turniersperre belegt. Garrincha konnte dann im Finale gegen die Tschechoslowakei antreten.
Damals gab es noch keine gelben und roten Karten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) führte diese als sichtbare Signale für Verwarnung und Platzverweis zur Rückrunde der Bundesliga-Saison im Januar 1971 ein. Denn dieses System hatte sich bei der Weltmeisterschaft in Mexiko 1970 bewährt.
Das erste Mal in der WM-Geschichte kassierte dann der chilenische Fußballer Carlos Caszely bei der WM 1974 eine rote Karte im Vorrundenspiel gegen Deutschland.
Der jetzige Vorgang um den US‑Stürmer mit Rücknahme der Schiedsrichterentscheidung hatte offenbar die WM in Chile 1962 als Vorbild, wenn er auch bis 2026 der seither einzige Fall blieb.
Sich an keinerlei internationale Vereinbarungen und Regeln mehr zu halten, ist kein Vorbild für die Jugend. Es entspricht einer faschistischen Denkweise wie von Trump und der AfD hierzulande. Es ist ein Schlag gegen all jene, die sich für diesen tollen Massensport Fußball begeistern. Ein Affront auch gegen die Zehntausenden Ehrenamtlichen, die sich tagtäglich aktiv einbringen beim Training, als Platzwart, Schiedsrichter; die Eltern, die Kinder und Jugendliche zu den Spielen fahren, und insbesondere die Frauen, die zudem meist noch für saubere Trikots sorgen.