Betriebsratsinfo während der Arbeitszeit
Die Existenz von Arcelor Mittal in Duisburg ist bedroht
Der Betriebsrat rief für Donnerstag Mittag zur Teilnahme am mobilen Betriebsratsbüro an der Werkskantine auf.
Es informierten sich ca. 150 Kollegen, die während der Arbeitszeit an dieser Veranstaltung teilnahmen. Bis Ende 2027 ist die Roheisenversorgung durch TKSE gesichert. Bis heute gibt es keine Zusage von TKSE, es bleibt weiterhin alles offen. Ohne Roheisen kann das Stahlwerk nicht betrieben werden, damit steht Arcelor Mittal insgesamt auf der Kippe. Alternative Roheisenbelieferung zum Beispiel aus Bremen, würde zwar funktionieren, aber das Schienennetz ist für diese Schwertransporte nicht ausgelegt, hinzu kommt, dass die Brücken um Duisburg so marode sind, dass lediglich TKSE als Lieferant bleibt.
Betriebsrat und IG Metall werben für einen Sozialtarifvertrag, um die Folgen möglicher Arbeitsplatzverluste "sozial" abzusichern. Es wird auch damit argumentiert, dass in einem Tarifkonflikt es möglich ist, den berechtigten Forderungen der Kollegen mit einem Arbeitskampf Nachdruck zu verleihen. Hier zeigt sich mal wieder, das wir in Deutschland nur ein eingeschränktes Streikrecht haben. Wir brauchen ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht!
Mit der Losung „Mitbestimmung durch Streik!" nehmen wir uns das Recht heraus, konsequent um unsere Arbeitsplätze zu Kämpfen. Die Kollegen von Arcelor Mittal stehen in diesem Kampf nicht alleine da. Aus Solidarität haben Vertrauensleute von TKSE ihre Bereichsvertrauensleutesitzung nach Arcelor Mittal verlegt, ebenfalls waren der Solidaritätskreis Stahl und die MLPD dabei.