Pressemitteilung

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Brand bei BP in Scholven: MLPD fordert sofortige und umfassende Information der Bevölkerung!

Die MLPD Gelsenkirchen-Gladbeck schreibt zum Brand, der gestern Abend in der BP-Raffinerie im Stadtteil Scholven ausgebrochen ist:

Brand bei BP in Scholven: MLPD fordert sofortige und umfassende Information der Bevölkerung!
Hier hat es gestern Abend gebrannt: Das BP-Werk in Gelsenkirchen-Scholven (foto: Frank Vincentz (CC BY-SA 3.0))

Gestern Abend brannte bei BP in Gelsenkirchen-Scholven ein Teil einer Entschwefelungsanlage. Die Warn-App der Menschen in den benachbarten Stadtteilen und in den Nachbarstädten sprang an und informierte diese, dass sie in geschlossenen Räumen bleiben sollten. Es bestand also offensichtlich Gefahr für die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner.

 

Der Brand konnte dank des mutigen Einsatzes der Werksfeuerwehr und der Feuerwehr Gelsenkirchen bald unter Kontrolle gebracht werden. Für diesen bedankt sich die MLPD Gelsenkirchen-Gladbeck ausdrücklich.

Aber Fragen bleiben:

Welche Giftstoffe sind in die Umgebung gelangt – es handelte sich offenkundig um Dieselrückstände? Besteht nach wie vor eine Gefahr für die Bevölkerung bzw. bestand diese? Inwiefern wurde die Umwelt rund um die Raffinerie und im weiteren Umkreis belastet?

 

Alles Fragen, zu denen BP keine bzw. ausweichende Antworten gibt. Angeblich habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden bzw. es sei keine Gefährdungslage aufgetreten.

 

Jeder, der in der Schule in Naturwissenschaften bzw. Chemie etwas achtgegeben hat, weiß, dass Schwefel, auch wenn er verbrennt, giftige Rückstände hinterlässt. Dass also überhaupt keine Gefährdung bestanden haben soll, ist praktisch auszuschließen.

 

BP verkauft seine Raffineriestandorte in Gelsenkirchen jetzt an die US-amerikanische Klesch-Gruppe. Das bedeutet aber nicht, dass das Monopol für jetzt entstandene Schäden nicht haftbar ist.

 

„BP muss die Bevölkerung in Gelsenkirchen sofort und umfassend über etwaige Gefährdungen bzw. über Schädigungen der natürlichen Umwelt rund um die Raffinerie informieren. Sollten diese aufgetreten sein, muss das Mineralölmonopol die Beseitigung bis zum letzten Cent bezahlen“, so die Kreisvorsitzende der MLPD Gelsenkirchen-Gladbeck, Eva Wanneck. „Darüber hinaus fordern wir eine unabhängige Untersuchung über die Brandursache und den Schadstoffausstoß.“