Leipzig/Halle
Aus Schaden wird man klug - außer bei DHL
Rote Fahne News hat wiederholt über den gekündigten Verdi-Vertrauensmann bei DHL am HUB in Leipzig/Halle berichtet.
Zuletzt über die dreifache Ohrfeige für DHL durch das Arbeitsgericht Leipzig: DHL - Drei Ohrfeigen für Union-Busting und konspirative Geschäftspraktiken
Das Gericht wies am8. Juli alle Kündigungsversuche durch DHL gegenüber Christopher T. ab.
DHL ging mehrmals mit erheblichem Imageverlust bundesweit durch die Medien: als Konzern, den es wenig interessiert, wie viel Blut an seinen Päckchen klebt. Solange es nur nicht ruchbar wird. Ob Völkermord in Palästina oder Waffen in andere Krisengebiete - DHL liefert.
Aus Schaden wird man klug, lautet ein bekanntes Sprichwort. Wer der DHL-Spitze eine solche Lernfähigkeit nicht zutrauen wollte, lag genau richtig. Die peinliche Niederlage mit entsprechender Medienräsonanz führte zu keinem Umdenken.
Auf Mediennachfrage erklärte die DHL-Pressestelle, man nehme die Entscheidung des Arbeitsgerichts Leipzig zur Kenntnis und bereite "die notwendigen Rechtsmittel vor, um die aus unserer Sicht klar fehlerhafte Entscheidung überprüfen zu lassen".
Offenbar regiert in der Bonner Konzernzentrale ein anderes bekanntes Sprichwort: Ist der Ruf erst ruiniert, kündigt's sich völlig ungeniert.