Opel Eisenach
Zwickau: Die Solidarität kommt zurück
Die Vertrauensleute von Opel Eisenach fahren am Donnerstag, dem 9. Juli, zu einem Solidaritätsbesuch nach Zwickau zu den Kolleginnen und Kollegen von VW. Die IG Metall stellt einen Bus, der bereits ausgebucht ist.
Die Vertrauenskörperleitung hat mehrere Videos dazu gemacht, wo Kolleginnen und Kollegen daran erinnern, wie vor knapp fünf Jahren zwei Busse aus Zwickau zum Aktionstag gegen die Schließung von Opel Eisenach kamen. Sie haben damals versprochen, dass sie mit noch sehr viel mehr Bussen kommen würden, falls die Schließungspläne nicht zurückgenommen werden. Der eindrucksvolle Aktionstag mit Delegationen aus Frankreich hatte damals einen nachhaltigen Eindruck auf die Opel-Kapitalisten gemacht. Das Werk konnte erhalten werden. Die Opelaner haben das nicht vergessen.
Allerdings wird auch diskutiert, dass ein ähnlicher Aktionstag allein heute das Werk Zwickau nicht retten könnte. Da muss deutlich mehr passieren: Echte Mitbestimmung geht nur durch Streik. Die Busfahrt ist eine gute Gelegenheit, darüber zu beraten. Denn es dämmert auch vielen Kollegen, dass VW nur ein Vorreiter ist. Wenn die VW-Bosse mit der Schließung von Werken durchkommen, werden die anderen Konzerne nachziehen.
Ein Kollege meinte kürzlich angesichts der Hitzewelle: Es ist eigentlich eine Schande, dass wir seit Bestehen des Werkes 1993 keinen einzigen richtigen Streik hatten. Es wird Zeit!