CSP-Conlutas
Wir verurteilen entschieden die Gier der transnationalen Konzerne
Diese Solidaritätserklärung ist auf der Homepage der Internationalen Automobilanbeieterkoordination (IAC) erschienen. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert:
Die in der CSP-Conlutas (Zentrale der Gewerkschafts- und Volksbewegung) organisierten Metaller_innen bekunden ihre volle und uneingeschränkte Klassensolidarität mit den Beschäftigten von Volkswagen, Audi, Mercedes, MAN, Porsche und der gesamten europäischen Automobilindustrie. Wir stehen an der Seite der Arbeiter_innen, die heute mit Massenentlassungen, Plänen zur Werksschließung und der Repression des bürgerlichen Staates konfrontiert sind.
Wir verurteilen entschieden die Gier der großen transnationalen Konzerne. Sie versuchen, die Krise des Kapitalismus und den industriellen Umbruch auf dem Rücken der Arbeiterklasse abzuladen. Arbeitsplätze zu vernichten und historische Werke in Deutschland und anderen Ländern zu schließen, um die Supergewinne der Aktionäre zu sichern, ist ein direkter Angriff auf unsere Würde.
Wir prangern auch den autoritären Charakter der deutschen Polizei an. Die Verhaftung von Arbeiter_innen, die friedlich die Arbeiterzeitung vor dem Audi-Werk verteilten, ist ein inakzeptabler Angriff auf die grundlegendsten demokratischen und gewerkschaftlichen Freiheiten. Die polizeiliche Repression dient dazu, die Profite der Bosse zu schützen, wird aber die Stimme der Kämpfenden nicht zum Schweigen bringen.
Wir wissen: Das Kapital kennt keine Grenzen. Derselbe Volkswagen oder dieselbe Mercedes, die in Europa Rechte angreifen, wenden in Lateinamerika und im Rest der Welt das gleiche Rezept der Ausbeutung und Umstrukturierung an. Deshalb muss auch unsere Antwort global sein: Der Schmerz eines Arbeiters in Wolfsburg oder Ingolstadt ist derselbe Schmerz eines Arbeiters in Brasilien.
Angesichts dessen fordern die Metaller_innen der CSP-Conlutas:
- Keine Arbeitsplatzstreichungen: Sofortige Rücknahme aller Entlassungen.
- Keine Werkschließungen: Voller Schutz der Arbeitsplätze und Vergesellschaftung unter Arbeiterkontrolle der von Schließung bedrohten Werke.
- Ende der staatlichen Repression: Sofortige Freilassung und Einstellung aller Verfahren gegen Aktivist_innen und Arbeiter_innen, die wegen ihres Kampfes verhaftet wurden.
- Umfassende Gewerkschaftsfreiheit: Uneingeschränkte Achtung des Streikrechts, der innerbetrieblichen Organisation und des Rechts auf freie Kundgebung an den Werkstoren.
- Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich: Damit alle Arbeit haben und würdige Beschäftigung, gegen die Logik des Unternehmerprofites.
- Wir bekräftigen das historische Prinzip des proletarischen Internationalismus: "Die Einheit der Arbeiterklasse kennt keine Grenzen." Wir werden nicht zulassen, dass die Bosse uns nach Nationalitäten spalten oder gegeneinander ausspielen.
Wie wir auf dem ICOG erklärt haben: Kein Kampf soll allein stehen. Volle Unterstützung für euren Streik! Es lebe der internationale Kampf der Arbeiterklasse! Arbeiter aller Länder, vereinigt euch!
In Solidarität,
Nationales Sekretariat der Metallerinnen der CSP-Conlutas Brasilien
Luiz Carlos Prates Mancha