Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter
Widerstandskomitee gegründet
Am Montagabend, 6. Juli, haben Leute aus Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter ein Widerstandskomitee gegen den VW-Generalangriff gegründet.
In allen drei Städten gibt es VW‑Werke. Wir haben u. a. besprochen, wer in dieser aufregenden Woche wann ans Tor kann. Alle wollen sich über Rote Fahne News als DEM Info-Portal für Arbeiterstreiks informieren.
Wir haben Grundsätze für unsere Zusammenarbeit und einen Brief an die Bevölkerung und die VW-Kollegen beschlossen, mit dem in den nächsten Tagen weitere eingeladen werden sollen. Außerdem haben wir eine Solidaritätserklärung an die Verteiler bei Audi Neckarsulm geschrieben. Unser nächstes Treffen ist am Montag, 13. Juli, um 18 Uhr, in Braunschweig. Der Raum wird noch bekannt gegeben.
Solierklärung an die Verteiler bei Audi-Neckarsulm
Wir haben bei unserem Treffen davon erfahren, dass Verteiler der Kollegenzeitung "Vorwärtsgang" und MLPD-Mitglieder von der Polizei angegriffen wurden, als sie die Kollegenzeitung bei Audi Neckarsulm verteilt haben.
Ganz unabhängig davon, ob wir eine ideologische Übereinstimmung mit der MLPD haben oder nicht, verurteilen wir die Kriminalisierung dieser Menschen, die sich solidarisch mit den betroffenen Arbeitern gezeigt haben, ihnen Informationen brachten und Austausch anboten. Die Verteiler haben nichts Schlimmes oder gar Kriminelles gemacht. Sie stehen für die einfachen Leute da, in ihrer Freizeit wollen sie sich solidarisch zeigen. Das ist kein Verbrechen, sondern ein vorbildliches Zeichnen der Solidarität über politische Meinungen hinweg. Diese Attacke zeigt die Defensive von Audi und VW.
Mit der Kriminalisierung der Solidarität wollen sie den Zusammenschluss verhindern. Die, die Hilfe brauchen, sollen keine bekommen, und die, die Hilfe anbieten wollen, sollen Angst haben, welche anzubieten.
Das steht im Widerspruch zum Wunsch großer Teile der Menschheit, in Frieden und Einheit zusammen zu leben.
Wir verurteilen das Vorgehen der Polizei gegen die Aktivisten der MLPD und die Verteiler und verteidigen das Recht, sich gewerkschaftlich, politisch und sozial zu engagieren, auch am Werkstor. Wir verlangen die Bestrafung der Verantwortlichen!